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[DBG] Das Fürstentum der Noriker (Boier)



    • Eine Nachricht an Alaunomus erreichte diesen selbst.

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      König Alaunomus!

      Ihr seid bisher meiner Aufforderung zu einem Gespräch in Tulifurdum nicht nachgekommen. Zudem muss ich auch vernehmen, dass Eure Truppen Richtung Süden eure Grenze überschritten haben, was unseren Abmachungen widerspricht. Ihr habt somit gegen unseren geschlossenen Vertrag verstoßen. Ich gebe Euch die Chance diese Verfehlungen wieder gut zu machen. Lasst Eure Truppen umkehren und findet Euch bei mir in Tulifurdum ein.
      Solltet Ihr nicht binnen weniger Tage eintreffen, sehe ich unseren Vertrag als gebrochen an und werde entsprechende Schritte ergreifen.

      Gez. Inga, Heerkönigin der Sueben
      Aussagen die ich als Mod tätige sind in kursiv gehalten.


      NUTS!
      -Anthony McAuliffe

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    • Ohne Leibwache, da dieser die Soldaten lieber in der Armee gelassen hatte, ritt Alaunomus in seine Haupstadt ein.
      "Und, Vater?", fragte Fasdemis ihn, als er aus dem Thronsaal kam.
      "Gallien will kein Geld, Gallien will bloß, dass wir nicht Rom kämpfen. Deswegen werden sie uns leider nicht einmal angreifen. Aber das ist irrelevant. Hast du die Briefe gelesen?"
      "Nein, sie waren auf Euren Namen versiegelt."
      "Dummer Junge, deine Ehrhaftigkeit bringt dich noch um. Komm mit, Inga will uns schnellstmöglich in Tulifurdum haben. Nimm 10 gute Männer auf schnellen Rössern, und wir dürften Tulifurdum in einer Woche erreicht haben."


    • Ein Brief der Arverner erreichte Hallstatt.



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      An den Herrscher von Hallstatt,

      wie ihr sicher noch wisst, habt ihr unerlaubt unsere Mautprovinzen ohne Passierschein betreten. Wir und auch die große und großzügige Heerkönigin der Sueben Inga erwarten, dass ihr uns dafür in kürze ausreichend entschädigt. Pro Provinz die ihr betreten habt zahlt ihr uns 3000 Gold, also insgesamt 6000 Gold. Sollte es Probleme geben diesen Zahlungen nachzukommen, dann erwarten wir, dass ihr persöhnlich nach Gergovia kommt um euch dafür zu rechtfertigen.

      gez. von Berlix, Diplomat der Arverner


    • Alaunomus erreichte seine Haupstadt und begann direkt damit, die Aushebung neuer Truppen und die Instandsetzung der Verteidigungsinfrastruktur zu koordinieren. Sein zweitgeborener Sohn, Grannas, sollte derweil sich zu den Truppen im Nordwesten des Reiches gesellen, um dort Kampferfahrung zu sammeln.
      Der Fürst wagte es, kurz seine Frau zu besuchen, doch bereute es direkt, seinen ehelichen Pflichten nachgegangen zu sein, da er sie durch ihre spirituelle, esoterische und von Götterglaube geleitete Denk- und Seinsweise immer mehr verabscheute.

      Zu guter letzt traf er sich mit seinem Hofmeister, um mit diesem ein besonderes Paket zu verschicken.


    • Geranix, der zwischenzeitlich auch wieder in Hallstadt angekommen war, traf sich mit Alaunomus, um den Krieg weiter voran zu treiben. "Mein Fürst."
      "Geranix, gut, dass du hier bist."
      "Wie ich sehe, werden neue Truppen aufgestellt."
      "Ich habe strategische Fehler begangen. Diese armen Jungs, die ich dort im Dreck trainieren lasse, müssen diese Fehler nun ausbügeln."
      "Wie immer, die Bauern kämpfen die Kriege der Könige."
      "Weil die Bauern nicht wissen, dass sie alle Könige sein könnten, wenn sie nur wollten."
      "Seid froh drum. Ab vom Thema: Ich habe meine Vetterin mit kurzen Haaren gesehen. Gehört das zu ihren Hirngespinsten von wegen Besänftigung der Dämonen?"
      "Naja, du wirst es bald noch erfahren. Sie wollte es nicht unbedingt, aber es ist Teil eines Planes, und so zu unser aller besten."
      "Wenn ihr meint. Ich werde mich dann um die Steuern kümmern, wenn das recht ist?"
      "Sehr wohl."

    • Nach einigen Tagen erreichte eine Botschaft Alaunomos in Hallstadt.

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      Seid gegrüsst, König Alaunomos,

      leider muss ich Euch mitteilen, dass ich wegen der völligen Erschöpfung meines Volkes einen Separatfrieden mit den Sueben geschlossen habe. Die Bedingungen des Friedens verpflichten mich das Durchgangsrecht für Eure Truppen zu widerrufen, allerdings dürfen auch die Sueben nervisches Gebiet nicht durchqueren. Eure Truppen in meinem Land können bis zum Kriegsende in Nemetocenna bleiben oder aber ziehen nach Süden um die Arverner zu unterstützen. Einen Marsch nach Norden und Osten können wir nicht zulassen. Ich wünsche Euch alles Gute in Eurem Krieg gegen die Sueben.

      gez. Arduinna,
      Königin des Nervierbundes.
      Wenn Du Dich mit dem Teufel einlässt, verändert sich nicht der Teufel, der Teufel verändert Dich! (SiTD - Snuff Machinery)


    • Epilog in Hallstadt

      Frowin marschierte mit seiner Streitmacht durch die Tore und die Germanen schwärmten in der Stadt aus. Besonders gegen Noriker ging man harsch vor und nahm sie in Gewahrsam. Die besten Krieger liefen mit dem General zum grossen Platz vor dem Königshaus, wo sich vor einem Jahr der boische König mit seinem Sohn das Leben nahm. Zwei Krieger zerrten den Befehlshaber und die Prinzessin mit sich. Jetzt kamen also erneut die Sueben zum denselben Ort zurück. Die Geschichte wiederholte sich.

      Zeitgleich plünderten die Wolfskrieger die gesamte Schatzkammer der Noriker aus und nahmen alles Verwertbare mit. Damit hat die boische Streitmacht in Vindelicorum und das gesamte Königreich vorübergehend kein Geld mehr und sowieso kam auf Vindelicorum eine weitere suebische Armee zu. Jetzt musste nur noch ein Frieden ausgehandelt werden.

      Auf dem grossen Platz wurden nach und nach die Kriegsgefangenen der letzten Schlacht vorgeführt. Die verängstigte Menge wartete die Ereignisse ab. Deren Schicksal blieb noch offen, je nach dem, was im Thronsaal passierte.

      Nun brachen die Tore zum Thronsaal auf, wo ein verstümmelter und mit den Extremitäten neu zusammengesetzter Frauenkörper in der Mitte des Raumes stand. Auf dem Thron sass der König und rechts neben ihm ein Diplomat, den Frowin nicht kannte.

      Letzterer inspizierte dieses Gebilde und hielt sich eine Hand vor die Augen: "Bei Odins Bart, was für ein grausiges Verbrechen!" Mit der anderen Hand schnippte danach Frowin, woraufhin Norita und der für ihn namenlose General auf die Knie zu Boden gedrückt wurden. Zwei weitere Schwertmeister führten ihre Klingen an die Hälse der zwei Opfer.

      Frowin nahm sein Schwert aus seiner Scheide und streckte es in Richtung des Königs hin, der drei Meter vor ihm auf dem Thron hockte: "Im Namen der Sueben und aller freien Germanen, Ihr steht unter Arrest, Alaunomus!"
      "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren, wie aus einer Quelle, Zufriedenheit in sein Leben."

      - Plutarch


    • "Ich habe euch nicht eingeladen! Und doch, ihr seid in meiner Stadt, in meinem Land, eure Männer sind sogar in unseren Frauen! Wo ist eure Ehre, die euch besser machen sollte, als ich es war? Was macht jemanden, der ziviles Gold plündert, Häuser armer Handwerker niederreißt und unschuldige Mädchen schändet besser, als einen Freiheitssuchenden, der einen Eid gebrochen hat?"
      Er stand auf.
      "Ja, ich hätte die Hexe, die zwischen uns ist, umbringen lassen, aber ich habe es nicht. Da war sie mit irgendeinem Ritual schneller. Und dass du einem jungen Mädchen, das als Diplomaten, als INTERNATIONAL GESCHÜTZTE Diplomatin ein Messer an die Kehle hältst, das zeigt viel. Das zeigt mir vor Allem, das zwar Inga tot sein mag, aber sie in jedem Germanen weiterlebt."
      Er trat einen Schritt nach vorne.
      "Weißt du, Namenloser General, ich habe vor einigen Tagen mein Reich verloren. Aber ich habe es, entgegen deiner Arroganz, nicht an dich verloren, sondern an die Stämme der Alpen. Jeder Fürst kam auf mich zu, wir haben geredet, und wir haben beschlossen. Jeder einzelne Stamm ist frei. Ich war einst der Großfürst der Alpen, jetzt bin ich bloß der Fürst der Noriker."
      Er trat an den Sockel seiner Thronerhebung, und nahm einer seiner Wachen einen Speer aus der Hand.
      "Und weißt du, Namenloser Junge, was das für dich und dein Volk voller Diebe und Mörder bedeutet? Es bedeutet Krieg, und Vergeltung, und Terror. Die übrigen Teile der Truppen, die du geschlagen hast, ziehen unter ihren eigenen Bannern durch deine Länder, um sie zu verwüsten. Die Truppen im Westen ziehen durch deine Länder, um sie zu verwüsten. Und jeden weiteren Schritt, den ihr in den Alpen und in allen umliegenden Gebieten setzt, die Menschen werden euch verfolgen und sie werden euch töten. Alle Stämme aus den Gebieten, die ihr teils schon seit Monaten annektiert hattet, haben sich erhoben, sie alle sind frei. Versucht, sie in der Schlacht zu treffen, du wirst sie nicht finden. Marschiere durch die Wälder, sie werden euch finden. Ich wünsche dir und deinen Männern viel Erfolg, lebend zurück nach Germanien zu gelangen, denn auf mein ehemaliges Reich brauchst du dir keine Gedanken zu machen."
      Er richtete den Speer auf den General.
      "Nun, wie soll ich enden? Hat sich die Reinkarnation von Inga dazu etwas perfides ausgedacht?"


    • Epilog in Hallstadt

      "Mit Leid!", zischte es mit Frowins Zunge, woraufhin die Schwertmeister den zwei Geiseln die Kehlen durchschnitten...
      "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren, wie aus einer Quelle, Zufriedenheit in sein Leben."

      - Plutarch


    • Alaunomus regte sich nicht wirklich, er schien sich sogar eher auf eine Art und Weise zu freuen, als ob er denken würde, dass ein Plan aufgeht.
      "Ich hoffe, du glaubst an deine Götter, denn sie werden dich bestrafen. Nun, du armer Wicht, bevor ihr aus dem einzigen Ort der ganzen Alpen, an dem du noch sicher bist, nämlich Hallstadt, abreist, möchtest du dein letztes Fünkchen Ehre verteidigen, oder gesellst du dich in die lange germanische Erbreihe der Meuchler?"
    • Neu



      Epilog in Hallstadt

      "Ihr wart es, der niemals Ehre besass! Zeit, um diese Geschichte zu beenden!", indem Frowin sich in seine Kampfstellung begab. Der König tat dies ebenso mit dem Speer einer Wache. Beide Gesichtszüge waren ernst, die Augenbrauen zusammengepresst.

      Der junge Frowin konnte diese angespannte Stille nicht länger dulden und preschte zu Alaunomus vor, der geschickt zur Seite ausweichen konnte. Daraufhin begann der ältere Mann zu parieren durch eine Serie von Speerangriffen, welche mit einer für Frowin ungeahnten Wucht und Schwung ausgeführt wurden. Alaunomus war in seinem Element, dem Kampf Mann gegen Mann. Nebst Ausweichen konnte der junge Germane bloss nur mit einem eifrigen Blocken eine tödliche Wunde abwehren. Der Noriker schien nicht aufhaltbar zu sein.

      Nach einem geraden Stich nach vorne schwang er mit der linken Hand den hinteren stumpfen Teil des Speers in Richtung von Frowin Gesicht, was eine starke gute Ablenkung auslöste, wo der General nicht fähig war, den nächsten Schlag zu kontern. Stattdessen stiess der König mit dem Speer horizontal ausgerichtet den Rumpf des Germanen nach hinten. Alaunomus stürmte bestimmt nach vorne, um dem finalen Schlag auszuführen, aber der junge Frowin sprang zur Seite und rollte über die Schulter ab. Knapp war er seinem Tod entkommen. Als er sich wieder aufrichtete, standen beide Kontrahenten wieder wie zu Beginn des Duells, nur dass beide schon eine beträchtliche Menge an Kraft aufgewendet hatten.

      Diesmal sah sich Alaunomus im Vorteil und stürmte voran mit einem tieferen Hieb, der von mehreren höheren und abwechselnden Stichen gefolgt wurde. An der rechten Schulter erlitt der Germane eine oberflächliche Schnittwunde, woraufhin jener aufschrie, jedoch nicht nachgab. Wiederum versuchte der Noriker, mit dem Speer den jungen Mann nach hinten zu stossen. Jetzt aber wendete er genug Kraft auf, sodass Frowin nach hinten umfiel und das Schwert seiner rechten Hand entglitt. Mit zusammengebissenen Zähnen hackte der König auf den Boden um Frowin herum ein, um ihn irgendwie zu treffen. Seine jugendliche Geschicklichkeit erwies sich als seine Rettung. Der General lag immer noch am Boden und als Alaunomus zu einem nächsten Schlag ausholen wollte, rollte Frowin zur Seite und holte sich sein Schwert. Zum Glück für ihn konnte er mit einem parierenden Schlag die Speerspitze vom Stab trennen.

      Erzürnt von dieser Wende entzweite der Noriker den übrigen Speer über sein Knie und überfiel den jungen Germanen mit blossen Händen, welcher sich in diesen Sekunden vorhin wieder aufrichten konnte. Alaunomus war stärker und Dank einigen Fäusten in den Brustkorb und an den Kopf konnte er mit seiner linken Hand das Schwert aus Frowins rechter Hand entreissen. Der junge Mann wich zurück und sah auf den blutrünstigen König, dessen Miene für den Tod von ganz Germanien stand. Plötzlich durch einen Blickwechsel erhaschte Frowin die Speerspitze am Boden, fünf Meter etwa von ihm entfernt. Alaunomus fokussierte sich in seinem Blutrausch nur auf Frowin, was Letzterer ausnutzen konnte.

      Mit seiner gesamten Kraft holte der König mit Frowins Schwert mehrmals aus, um ihn endgültig zu töten, hingegen ohne vorläufigen Erfolg. In einem günstigen Moment wich der junge Germane zur Seite aus, rollte über die Schulter voran zur Speerspitze, drehte sich vom Bauch auf den Rücken, um Alaunomus anzusehen, welcher bei dieser Aktion erneut bereit war, auf den General loszugehen mit beiden Händen und Schwert über dem Kopf, als Frowin die Speerspitze mit letzter Kraft auf Alaunomus warf. Er traf sein Herz. Die Speerspitze war grösstenteils in seiner Brust versenkt. Die Kraft des Königs schwand zunehmend, sein Schwert liess er senken und ging auf die Knie. Er atmete schwer, Frowin atmete schwer, beide vor Erschöpfung. Der Noriker schien noch etwas Allerletztes sagen zu wollen...
      "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren, wie aus einer Quelle, Zufriedenheit in sein Leben."

      - Plutarch
    • Neu



      Alaunomus zog sich den Speer aus der Brust, schaffte es noch, eine nicht allzu tiefe Stichwunde an Frowins rechtem Beim zu verursachen, bevor er dann nach hinten auf die Fersen sackte. Dort stieß er dann noch hervor: "Ich könnte etwas Meisterliches über mein Volk und seinen Kampf gegen dich sagen, aber das passt mir nicht. Stattdessen: Ich hatte viele Frauen, viel Wein und viele Gefechte. Ich trete zufrieden ab."
      Mit den letzten Worten verlangsamte sich sein Sprechen zunehmends, und schlussendlich sackte er komplett zusammen.
      Der Großfürst Alaunomus lag tot auf dem Boden.
      Doch das Volk stand gerade erst auf.

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