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Attila AAR; Die Commentarii des Belisarius

    • Attila AAR; Die Commentarii des Belisarius

      Die Commentarii des Belisarius; Vorwort des Autors


      Salutacione oblata sunt, seid gegrüßt werte Total War community! :)
      Hier ein Vorwort zu meinem neuen und ersten AAR für Attila Total War. Dieses AAR ist nicht nur ein Report über meine Spielerlebnisse, ich schreibe es in Form eines historischen Zeitzeugen Berichts. Alle hier kennen bestimmt vielleicht noch aus Schulzeiten Caesars commentarii de bello gallico. Auch Belisar war ein kriegerisch erfolgreicher Feldherr, wohl einer der letzten den man noch ein einer Reihe mit großen römischen Eroberern sieht.
      So habe ich mir gedacht, warum es Caesar nicht nachmachen und Belisar auch einen Kriegs- und Geographie Bericht zu seiner Zeit schreiben lassen. Viele römische Staatsmänner und Generäle haben ja uns ihr Leben und ihre Umstände in antiker literarischer Tradition überliefert. Meist natürlich nicht persönlich geschrieben, sondern Gelehrte beauftragt oder ihnen diktiert. Auch Belisar folgt noch dieser alten literarischen Tradition. Allerdings ist meine Geschichte ab dem Zeitpunkt des Beginns der Kampagne fiktiv. Sie orientiert sich an historischen Gegebenheiten, ich werde allerdings mit Belisar ein eigenes nicht historisches Szenario spielen. Mein Protagonist ist im Gegensatz zur geschichtlichen Person sehr wohl politisch und ab einem bestimmten Zeitpunkt wird er sich von Ostrom abspalten und versuchen den Westen wieder zum Mittelpunkt Roms zu machen. :D
      Nun aber auf den spielerischen Punkt gekommen. Wie ihr denken könnt, spiele ich die Kampagne "der letzte Römer" mit der Fraktion, "die römische Expedition". Da ich eine interessante Geschichte schreiben will, spiele ich auf schwerem Schwierigkeitsgrad. Legendär wäre für die Sache zu frustrierend, aber ganz einfach will ich es auch nicht haben. Das Schlachtzeitlimit schalte ich ab, weil ich es für realistischer halte. Die Geschichte entsteht dann folgendermaßen: Ich spiele zum Beispiel 10 Runden und dokumentiere das. Aus diesen Protokoll kreiere ich dann den Stoff meiner Story. Damit alles spannend und echt bleibt, gilt die Regel neu laden nach Misserfolgen ist verboten! Siegbedingungen und Missionsziele sind nicht der Hauptleitfaden meines AARs. Ich baue sie nur ein, sofern sie zum Werk passen und es bereichern.
      Bevor das AAR beginnt, werde ich allerdings noch eine ungefähre Gliederung hochladen.
      Also dann ich wünsche ich schon mal ein gaudium (Spaß) beim Lesen!
      Bis dann. :)

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    • Die Gliederung:

      1. 1. Buch; Titel: Commentariorum De Flavii Belisarii Est Magister Militum Per Orientem (Die Aufzeichnungen von Flavius Belisarius, dem Heermeister des Ostens)
        1. Untertitel Restauratio Imperii (Wiederherstellung des Imperiums)
          1. Praefatio (Vorwort, Widmung und Geographie)
          2. Capitulum I Bellum Vandalica (1.Kapitel, die vandalischen Kriege)
          3. Capitulum II Gothico Bello (2.Kapitel, Die Gotenkriege)
      So, das ist jetzt der Aufbau der 1. Teils der commentarii. Habe versucht ein sinnvolle Gliederung für ein antikes Literatur Werk zu erstellen. Da habe ich echt ne weile überlegt. Ich meine ich bin kein Literatur Historiker oder Student! Also Anregungen für Verbesserungen von Leuten die davon mehr Ahnung haben sind sehr erwünscht. Was meint ihr zur Gliederung? Außerdem ist das Latein korrekt? (Google Übersetzer :| ) Freue mich über Antworten. ^^
    • Salve zusammen, habe noch mal etwas recherchiert und aus den Ergebnissen die Gliederung optimiert. Wie gesagt ist diese natürlich nicht in Stein gemeißelt, je nach dem Verlauf des Spiels werde ich noch Anpassungen vornehmen. Hier die verbesserte Form:

      1. 1. Gesamtwerk ; Titel: Commentariorum De Flavii Belisarii Est Magister Militum Per Orientem (Die Aufzeichnungen von Flavius Belisarius, dem Heermeister des Ostens)
        1. 1.Reihe Restauratio Imperii (Wiederherstellung des Imperiums)
          1. Liber I Restauratio Imperii Praefatio (1.Buch; Widmung, Vorwort und Geographie)
          2. Liber II " " Bellum Vandalica (2.Buch; "Der vandalische Krieg")
          3. Liber III " " Bello Gothico (3.Buch; "Die Gotenkriege")
      Wenn nicht noch Einwände zur Verbesserung kommen, die mich überzeugen, werde ich mit dieser Struktur beginnen. ;)
      Weiterhin gebe ich noch ein paar neue Zusatzinformationen, die ich noch für wichtig halte. Belisar schreibt nicht selbst, sein Schreiber und Sekretär ist natürlich klar der spätantike Geschichtsschreiber Prokopios. (der letzter antike Geschichtsschreiber seiner Art) Sein Amt hat sogar eine Bezeichnung, nämlich consiliarius (Rechtsbeistand). Auch wenn Prokop historisch gesehen eigentätig war, so ist er in meinem Werk erstmal treu an den Autor Belisar gebunden. Ps: Vielleicht kommt ja da noch was kritisches eigenes vom Herrn Prokop :P :D .
      So jetzt erstmal genug schwadroniert. Seit gespannt, bald geht es los!

      Achso hier noch ein zwei interessante Wikipedia Artikel zu antiker Literatur:

      de.wikipedia.org/wiki/Commentarii
      de.wikipedia.org/wiki/Prokopios_von_Caesarea
    • Hallo, es beginnt! ;) Hier schon mal das erste Buch.
      COMMENTARIORUM DE FLAVII BELISARII EST MAGISTER MILITUM PER ORIENTEM

      PRIMAS BELISARIO

      (Der Protagonist ist Belisarius)
      PROCOPII CAESARIENSIS AUCTOR
      (Der Schreiber ist Prokopius von Caesarea)


      I. RESTAURATIO IMPERII
      (1.Reihe, Die Wiederherstellung des Imperiums)

      I.I LIBER I PRAEFATIO
      (1.Buch, Vowort)

      Widmung
      I
      Diese Aufzeichnungen über die Kampagnen gegen die Barbaren in Afrika und Italien und als dessen Kommandant widme ich als erstes unserem hochgeschätzten und vom obersten Gott Christi bestimmten Augustus Justiniano Primo (Kaiser Justinian der erste). Er ist der erhabene Herrscher unseres würdevollen römischen Reiches und der Schirmherr seiner durchdachten Kampagne, der Wiederherstellung des Imperiums der Vorväter. Möge er den Segen des Himmels erhalten und seine Familie, die erste, gesund und ehrenwert bleiben.
      Als zweites sei diese Schrift gewidmet dem Erlöser und Herrscher des Himmels und seinem Sohn Jesu Christi, sowie allen weiteren Heiligen und klugen Geistern, die über unsere Welt wachen und uns sterbliche begleiten. Dabei ist dieses Werk auch eine Opferdarbringung an die Sonne, dem prächtigsten Stern und ein Dankeschön für die Siege gegen die Perser im Osten.
      Als drittes widme ich dieses Werk der geliebten, schönen und intelligenten Ehefrau und Gefährtin Antonina.
      Weiterhin danke ich meinen persönlichen Adjutanten und Beistand Prokopios für die Niederschrift der Bücher, sowie meinem treuen Kampfgefährten und Begleiter Johannes dem Armenier.
      Vorwort und Geographie
      II
      Wir beginnen die Aufzeichnung im 533sten Jahr nach der Geburt von Gottes Sohn Christus. Wir zählen das 203te Jahr nach der Gründung unserer Hauptstadt Roma Nova (Konstantinopel), sowie das Jahr 1286 nach der Gründung der alten Capitale Roma am Tiber. Unserer jetziger Imperator Justinianus hat seine Regenstschaft seit sechs Jahren inne.
      Zunächst gebe ich einen Abriss über die kaiserliche Kampagne der Restauratio Imperii. Ziel dieser Mission wird die Rückeroberung ehemals römischen Territoriums sein, dass wir an die eingefallenen Barbaren verloren haben. Trotz verschiedener Verträge in der Vergangenheit ist ihre Besatzung unrechtmäßig. Es gebührt nur wahren Römern über die Länder im Westen, die die Vorväter erkämpft haben, zu herrschen. War die römische Zivilisation nicht seit jeher dazu vorgesehen, alle Völker zu befrieden und ihnen Gesetz und Kultur zu bringen? Natürlich hatte der Verlust des Westens seine Ursachen auch in göttlicher Strafe, wie Augustinus von Hippo fest stellte. Doch wo wir Römer nun die Wahrheit im Glauben erkannten, ist es da nicht an der Zeit unter dem neuen himmlichen Banner die alte Herrschaft zurück zu erlangen?!

      Nun die Länder im westlichen Teil des Imperiums waren alle im Laufe der letzten 133 Jahre an barbarische Völkerschaften verloren gegangen, entweder durch Krieg oder Verträge. Im Folgenden möchte ich die geographisch politische Lage im 533sten Jahr n. Chr. beschreiben.

      Beginnen wir mit Afrika, unserer alten Kornkammer für die Provinzen des Westens. Afrika ist der lange fruchtbare Streifen südwestlich von Italien und grenzt an der einen Seite an das Mare Internum (Mittelmeer) und gegenüber im Inneren an die Wüste Sahara. Die Hauptprovinz hieß Africa Proconsularis mit der prächtigen Hauptstadt Karthago. Lange Zeit gab es hier nur einheimische Wüstenvölker wie Mauren und Berber als leichte Bedrohung. Viele von ihnen haben mittlerweile sogar das Wort Gottes empfangen. Doch vor ungefähr 104 Jahren fiel die germanische Heerschar der Vandalen ein. Wir Römer waren damals zu strapaziert und konnten sie nicht mehr aufhalten. Jetzt sitzt ein vandalischer Rex (König) auf dem Thron in Karthago. Frevler behaupten die Vandalen lebten mittlerweile nach unseren Bräuchen, aber sie haben uns dennoch diese bedeutsamen Landen gestohlen. Außerdem folgen sie der arianischen Heräsie, nicht der wahren Lehre Gottes. Ihre größte Schandtat ist aber die Absetzung des den Römern freundlich gesinnten Rex Hilderich. Dies zeigt die politische Unzuverlässligkeit babarischer Reiche, was letzten Endes unseren Augustus auch darin bestätigt eine Restauratio durchzuführen.
      Als nächstes beschreibe ich die Lage in Italien, der Urmutter der römischen Zivilisation. Den meisten müsste wohl bekannt sein, wo das einstige Zentrum des Imperiums liegt. Seine Landmassen sind bis auf den Norden vollständig vom Mare Internum umgeben. Im Süden an der Spitze grenzt Sizilien, eine vorgelagerte große Insel. Ganz im Norden erheben sich die Alpen, das mächtige gotteswürdige Gebirge und Grenze zu den kälteren Ländern im Norden. Es gibt Gerüchte, das ein weiteres germanisches Volk dort eingewandert ist, die furchtbaren Langobarden. Doch ganz Italien, oh Schande, ist schon seit 40 Jahren in der Hand der Ostgoten, einer Abspaltung der aus Skandinavien stammenden Goten. Es ist die Ironie der Geschichte, das dieser Teilstamm der Heerscharen vergangener Tage, die Imperatoren und ehrwürdige Römer erschlugen, nun über das Patria (Vaterland) herrscht. Ihr stolzester und erster Herrscher Theoderich wurde im Jahr 488 n. Chr. als Foederat vom Augustus Zeno nach Italien entsendet. Er vernichtete Odoaker, den Beseitiger des Kaiseramtes im Westen. Immerhin war er erfolgreich mit dem Auftrag unserer Kaiser und bescherte den Römern in Italien als Rex eine blühende Herrschaft. Doch im Alter sollte der gotische Rex argwöhnisch gegenüber uns Römern werden. Er ließ den römischen Gelehrten Boethius hinrichten und hegte Misstrauen gegen unsere römischen Christen. Schließlich verstarb Theoderich, den sie den Großen nennen, 526 n. Chr. in Ravenna, Residenz der Kaiser und Könige seit Honorius. Seit diesem Ereignis regiert das dynastische Chaos der Barbaren in Italien. Unser Augustus wird sich bald überlegen müssen, wen er unterstützt oder ob er eingreift. Amalsuntha, Tochter des Theoderichs ist machtlos und Theodahad, ihr Gegenspieler ein Ursopator. Es stellt sich die Frage ob die gotische Herrschaft über Italien überhaupt noch sinnvoll wäre, oder nicht doch wieder ein römischer Augustus über die Macht gebieten sollte.
      Zu guter Letzt gebe ich noch einen Abriss über Spanien und Gallien. Beide Länder haben die Römer heldenhaft erobert und sie waren über Jahrhunderte wohlhabend und befriedet. Doch mit der Aufgabe des Limes in Germanien kamen plötzlich viele Barbarenvölker ins römische Territorium. Die Kaiser des Westens waren zu schwach um die römische Ordnung überhaupt noch herzustellen. So sind Gallien und Spanien nun komplett unter Herrschaft der Barbaren. Spaniens Landmasse liegt ganz im Westen, getrennt durch eine Meerenge von Afrika. Gallien liegt hauptsächlich hinter den Alpen nordwestlich von Italien und vor dem rauen Germanien. Die größte Herrschaft in Spanien ist das Regnum der Westgoten, entfernte Brüder der Ostgoten. Doch sie teilen sich das Land im Norden mit den Gebieten der Sueben und Basken. Römischer Frieden und Gottes Gnade ist hier schon lange nicht mehr gegeben. Unter den Barbarenvölkern entstehen ständig neue Konflikte. Die Großmacht Galliens ist das Regnum der Franken, dem würdigsten unter allen germanischen Völkern. Mal haben sie für Rom gedient, mal demütigten sie uns empfindlich. So schlug ihr erster eifriger König Chlodwig den letzten gallo römischen Kommandanten Syagrius. Doch der von ihm begründete Staat ist der römischen Staatskunst am nächsten. Die Franken folgen der wahren christlichen Lehre und viele Römer leben hier friedlich wie in alten Tagen. Als weitere Regionalmacht wären da noch das Regnum der Burgunder zu nennen. Diese geheimnisvollen Germanen haben schon vielen Auf- und Abstieg erlebt. Nun befindet sich ihr Staat in Teilen der ehemaligen Provinzen Narbonensis und Raetia.
      Hiermit sind wir nun ans Ende meines ersten Buchs gekommen. Es dient als Überblick der Ausgangslage, in der sich momentan die Welt und das römische Imperium befinden. Möge die Zukunft Gottes Segen haben und uns kluge Entscheidungen bei der Restauratio ermöglichen. Wir befinden uns im Auftrag unserer Majestät und wir werden sie und Gott nicht enttäuschen. Ruhm und Ehre für Rom und Christus!

      de.wikipedia.org/wiki/Vandalen#/media/File:Europa_in_526.png

      ....Buch 1 Ende




      Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von Alexandro Da Vinci90 ()


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