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Plauderecke

  • Ok ich sehe schon ich stehe da auf verlorenem Posten, kann das aber nachvollziehen.


    Ich drösel das mal für mich auf:

    Diebstahl: Also Bargeld kann mir leichter gestohlen werden als meine EC-Karte (da wird dann immer noch ein PIN benötigt), eine Kreditkarte hat ja nicht einmal jeder. Wozu auch, kann ich ja für die Sachen, für die ich die brauche, auch daheim lassen, sollte ich überhaupt eine benötigen.

    Umgang mit Geld für Kinder: Sehr guter Punkt, kann ich dir nur Recht geben.

    Der Rest: Mei das ist alles bloß Gewöhnungssache, in meinem Bekanntenkreis z.B. bezahlt man dann eben schnell per Paypal oder Direktüberweisung (gibt ja mehrere Möglichkeiten) statt dem anderen die 5,70€ anteilig vom Geschenk o.ä. in die Hand zu drücken. Da sehe ich ehrlich gesagt kein Problem, sondern eher darin, dass ich beim Dönerladen oder Bäcker nebenan immer noch nicht mit der Karte zahlen kann (WARUM???). Spontan Essen für die Kollegen geholt aber der hats Geld nicht da? Paypal, easy as that.


    Ich schau da einfach mal nach Südkorea, da gibts gar kein Bargeld mehr und es funktioniert einwandfrei.

    Ich selbst bezahle auch nicht mit dem Handy (ist mir als IT'ler einfach zu unsicher) und habe dennoch meine Finanzen unter Kontrolle. Ich schau halt einfach regelmäßig auf dem Konto nach. Ich mein ihr hebt doch auch nicht jeden Monat euer komplettes Monatsbudget ab und überweißt dann das Geld wieder zurück wenn was über blieb? Ihr geht doch auch in regelmäßigen Abständen an den Automaten, schaut wieviel ihr noch habt und hebt dann Betrag X ab. Ich habe sehr lange auch so gedacht, aber tatsächlich seit Corona kann ich an einer Hand abzählen wie oft ich in den letzten 1,5 Jahren effektiv mit Bargeld hantiert habe - und das war dann meist nur wegen dem Bäcker oder Dönerladen, die weiß Gott warum immer noch nicht umgestiegen sind/die Option anbieten. Und die Wirtschaftskrise in den USA auf das weniger werdende Bargeld zu reduzieren... puuhh ich glaube, dass das nicht das Problem dafür ist xD


    Ich sag ja nicht es soll komplett weg, aber ich finde es reicht vollkommen aus, wenn den "Notgroschen" in der Hinterhand behält für eben Fälle wie "Stromausfall" für mehrere Tage (<- absoluter Extremfall) oder eben um Kindern das Gefühl für Geld besser lehren zu können. Aber im normalen Alltag braucht man das eigentlich nicht mehr und sollte nicht nur wegen seltensten Einzelfälle so sehr darauf beharren, dafür sind die Vorteile (für mich) einfach zu angenehm.

  • SneakyTurtle Kurz zum Thema Bäcker/Dönerladen: Jede Überweisung kostet nun mal Geld und gerade für solche kleinen Läden, mit ihren kleinen Zahlbeträgen, würden die Transaktionsgebühren einen erheblichen Kostenaufwand bedeuten. Zumal kann man bei Barzahlung leicht etwas beiseitelegen, damit man es nicht versteuern muss ^^


    Das wichtigste an der Barzahlung für mich ist - persönliche Freiheit

    Dagegen wird oft das Totschlagargument "nur wer kriminell ist, hat was zu verbergen" verwendet. Aber ich möchte nun mal nicht, das die großen Tech-Konzerne komplette Macht über meine Daten haben.

    Klar, es sollte stets die Möglichkeit geben, auch mit Karte zu zahlen, doch das Bargeld abzuschaffen wäre fatal. Stell dir doch mal die Frage? Was fangen die Konzerne mit den Daten an?

    Sie werten deine Daten aus, um dich manipulieren zu können, damit du bestimmte Produkte kaufst. Sie können dein Ausgabeverhalten überprüfen und somit feststellen wie gut du mit Geld umgehen kannst und dementsprechend die Preise im Internet danach anpassen. Dahingehend könnte zukünftig auch deine Bonität bewertet werden (Schufa) , was deinen social score (siehe China) beeinflussen könnte. Oder ob du den Kredit bekommst.

    Das sind zwar nur Gedankenkonstrukte bzw. das meiste dazu steckt bisher nur in den Kinderschuhen, aber mit der zunehmenden Abschaffung des Bargeld sehe ich auch eine zunehmende Entmündigung des Bürgers. Klingt vlt etwas polemisch, aber die Zukunft wirds zeigen. Die zunehmende Technologisierung birgt meines Erachtens ein riesiges Gefahrenpotential, welches leicht von den Konzernen /Staaten ausgenutzt werden kann.


    PS: Ja, ich weiß dass du auch gar nicht für die komplette Abschaffung des Bargeldes plädiert hast, aber ich wollte es nur etwas weiter ausführen. Und ich finde den Zustand Südkoreas nicht erstrebenswert, sondern wir sollten bei dem status quo bleiben, so wie er ist (mit etwas mehr Kartenzahlungsmöglichkeiten).

  • Zitat

    Ich schau halt einfach regelmäßig auf dem Konto nach.

    Nachdem meine Bank gerade das Onlineportal massiv geändert hat, sodass ich jetzt einfache Kalkulationsmöglichkeiten die ich bisher hatte (Einnahmen-Ausgaben - Vergleich für diesen Monat zB) nicht mehr nutzen kann, finde ich das gerade jetzt ziemlich optimistisch. (Sorry, ich ärgere mich da schon 2 Wochen darüber - ist einfach eine Frechheit)


    Ich sehs so: Ich habe üblicherweise normale monatliche Ausgaben die natürlich direkt abgebucht werden. Aber für Einkäufe hebe ich trotzdem noch manuell Geld ab und kann dann dabei zuschauen wie schnell es aus meinem Geldbeutel verschwindet. Wenn ich dann schon zum 3. Mal in diesem Monat am Bankomat war und den üblichen Betrag abgehoben habe, dann weiß ich direkt, ich muss mich wieder zusammen reißen.

    Und dafür brauche ich keine harten Zahlen, sondern es reicht schon das Gefühl... Und das wirkt für mich mehr Wunder als wenn ich schwarz auf weiß sehe, dass ich diesen Monat viel ausgegeben habe.



    Was den Diebstahl angeht: Wird mir Bargeld gestohlen, dann sind halt mal 100€ oder so weg. Da komm ich ehrlich gesagt besser damit klar als wenn mir die Karte gestohlen wird und ich dann tage (wochen?-) lang nicht bezahlen kann weil mir das eine Zahlungsmittel fehlt...

  • Ich beobachte übrigens auch wie seit einigen Monaten bei politisch Unliebsamen Paypal Konten Kunden mal eben ihr Guthaben eingefroren bekommen , so ganz ohne Rechtsurteil . Auch hier ein klarer Schwachpunkt einer digitalen Währung , denn schnell kann man selber unliebsam werden und betroffen sein.


    Jede technische Innovation ist eben Fluch und Segen zugleich , leider neigt der Mensch in der Kontrollfunktion lieber zu Fluch.

  • Mir fällt auch grad noch ein Nachteil ein: Wenn (besonders bei alten Menschen) jemand stirbt wird sein Konto eingefroren und es kann nicht mehr darauf zugegriffen werden, auch keine Dauerabbuchungen usw.

    Das kann dazu führen, besonders bei alten Menschen, dass der Ehepartner vielleicht gar kein eigenes Konto/Einkommen hat und ohne Bargeld erstmal auf Wochen/Monate kein Geld hätte. Und das nur bei Tod.


    Hatte erst kürzlich einen Fall wo wir wochenlang einen abgängigen Mann gesucht haben wo die Ehefrau keinen Zugang auf die Konten hatte und das darauf liegende Geld erst abheben konnte als der Mann gefunden und für tot erklärt wurde. Wäre er vermisst geblieben, hätte das bis zu 5 Jahre dauern können...

  • Soo, dann melde ich mich mal zurück im Funkkreis.


    Ich nutze Bargeld als Sparmechanismus. Und zwar nicht in der Form, dass ich das alles unter der Matratze bunker, sonder ich hebe immer am Anfang des Monats die Summe ab, die ich ungefähr brauche (ich runde auf 50€ auf) und gehe dann nur wieder zum Automaten, wenn ich unbedingt und dringen nochmal Geld brauche. Das mache ich jetzt schon einige Jahre und es passiert mir nur zwei oder dreimal im Jahr, dass ich nochmal zum Automaten muss. Meist ist es sogar, dass ich am Ende vom Monat nochwas über hab und davon gönne ich mir dann ne Kleinigkeit, je nachdem wie viel es noch ist.

    Ist also klar, dass ich für Bargeld bin. Die Gelegenheiten, wo ich mit meiner Bankkarte bezahlt hab, kann ich an einer Hand abzählen und es war mir immer zutiefst unangenehm.

    Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.

  • Was sagt ihr? Ist das so schlüssig für euch?

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    Ich fände es schon sehr schade....

    Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.

  • WW1 Schade ? Warum ?


    Klar es gäbe da noch16-18 Jahrhundert was mir auch lieber wäre , aber erster Weltkrieg hätte auch schon was tolles.

    WW2 halte ich eher für unwahrscheinlich da sich die Infanteriekämpfe im üblichen Konzept vermutlich nicht vernünftig umsetzen lassen.

    WH40K ist nicht historisch sehe ich aber zukünftig ganz sicher kommen , vermutlich aber nicht als nächstes.

  • Verstehe auch nicht was du an WW1 so bedauerlich findest. Über das Thema haben wir zwar schon ausführlich diskutiert, aber gerade die vielen Gestaltungsmöglichkeiten, die es in Bezug auf WW1 geben würde, macht es doch so interessant. Außerdem....mit dieser Epoche würden sie endlich mal wieder die breite Masse ansprechen. ich kann es mir sehr gut vorstellen, auch wenn dieser "Leak" natürlich sehr dürftig war.

  • Ein WW1 oder irgendeines der anderen Szenarien die da jetzt angesprochen wurden würde bedeuten, dass es wohl erstmal kein Medieval 3, Empire 2 oder ähnliches geben wird. Das fände ich schon sehr schade, denn ein Total War nach dem 19. Jahrhundert gibt mir einfach nichts. Ich kann mir in einem dieser Szenarien einfach keine gewaltigen Echtzeitschlachten vorstellen, für die Total War nun mal bekannt ist. Der Krieg der Moderne ist halt vom sogenannten "leeren Schlachtfeld" geprägt.

    Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.

  • Der erste Weltkrieg hatte aber schon noch gewaltige Schlachten auf offenem Feld . Schwierig stelle ich mir allerdings ebenfalls die Umsetzung des Grabenkrieges auf der Echtzeitkarte vs Kampagnenkarte vor . Hier müsste die Verschiebung der Frontlinien von den Provinzgrenzen abgekoppelt werden.


    Med3 , Empire2 oder eben die Renaissance wären mir als Themen auch lieber , trotzdem sehe ich in einem WW1 oder sogar ein 1818-1918 viele gute Möglichkeiten das Spiel weiter zu entwickeln. Das könnte spannend werden.

  • Ich glaube, zu befürchten steht, dass sie es eben nicht ordentlich machen und Frontlinien einführen wo man dann abschnittsweise versucht Angriffe aufzustellen oder Verteidigungsstellungen ausbaut, sondern dass sie einfach ein klassisches TW mit frei verschiebbaren Armeen machen die in die altbekannten Echtzeitschlachten gehen.

    WH hat mit seinen Maschinerien wie dem Dampfpanzer ja schon den Weg geebnet für Panzer und es gibt ja auch Artillerie, aber wäre ich doch über die Umsetzung enttäuscht, wenn wir das alles in stinknormalen Schlachten bekommen würden...

  • Ich muss dem Pessimismus leider auch zustimmen. Ich hatte mal einen WWI Mod gespielt, der war ganz ok, aber irgenwie nicht das Wahre.

    Vlt nehmen sie aber auch die "Hordenkämpfe" aus WH3 und bauen das zu Grabenkämpfen um. Keine Ahnung wie sie das vernünftig umsetzen wollen.



    Ich greife noch einmal das Thema Bargeld auf:

    Elektronische Dienste versagen ihre Dienste: Ja stimmt, aber die Läden haben dann auch Probleme. Ich finde man sollte nicht immer vom schlimmsten Ernstfall ausgehen sondern von dem was 99,99% der Zeit der Fall ist.


    Gläserne Mensch: Ok, besitzt du eine Smartphone? Ja,? Am besten dann noch aus nicht USA wie Samsung, One Plus, Huawei etc.? Dann ist die Diskussion an dieser Stelle schon vorbei. Da ist Bargeld nun wirklich der Tropfen auf den heißen Stein, wenn dann noch Payback- und Kundenkarten von diversen Shops hinzukommen, andere haben Alexa daheim stehen oder benutzen immer noch WhatsApp...


    Geld abheben: Das sind alles genau die Argumente, die ich früher auch immer hatte. Habt ihr alle keinen Haushalts-/Finanzplan, dass ihr das Geld physisch in der Hand haben müsst? Ich weiß genau wieviel Geld ich im Monat im Schnitt ausgebe um über die Runden zu kommen. Was hat das mit Sparen zu tun, wenn ich Betrag X abhebe und dann das was am Ende über bleibt auch noch ausgebe nur weil ich kann? Hätt ich's von Haus aus nicht abgehoben würde es bei mir auf der Bank liegen und ich spare es wirklich an oder kann mir nächsten Monat was noch tolleres gönnen. Ich finde es wesentlich informativer alles Geld "auf einem Haufen" zu halten (kommt natürlich drauf an wie man sein Geld anlegt), da sehe ich gleich wieviel ich hab.


    Wolran's Geschichte: Ok das ist ein gutes Argument, aber eine kleine Gegenfrage: Wie viele von euch haben genau jetzt so viel Bargeld parat, dass sie damit 2 oder mehr Monate (auf dem selben Niveau) überleben könnten? Klar ist das ein riesen Problem, aber wie gesagt, ich bin ja nicht für eine komplette Abschaffung (habe selbst für den Notfall etwas Bargeld in einer Schublade liegen).


    Das typisch deutsche Verhalten finde ich an der Stelle mittlerweile dennoch etwas befremdlich, so sehr auf dem Bargeld zu verharren. Ich hab eher das Gefühl das ist bei vielen eher ein Vertrautheitsgefühl und das unwillentliche Gefühl nichts am Status Quo ändern zu wollen. Wofür der Deutsche immer noch klischeehafterweise bekannt ist - was sich aber immer wieder in vielen Bereichen bestätigt.

    It’s Election Season in Germany. No Charisma, Please!
    The race to replace Chancellor Angela Merkel after 16 years in office is the tightest in years. But the two leading candidates are anything but exciting, and…
    www.nytimes.com


    Ok der Post kam jetzt etwas aggressiv rüber, sollte er aber nicht! Ich kann eure Argumente schon nachvollziehen und auch verstehen, warum ihr immer noch so darauf beharrt. Für mich überwiegen jedoch einfach die Argumente der Bequemlichkeit :)