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Medieval 3 versehentlich ausgeplaudert?

  • Feste Zeitpunkte, wann historische Epochen beginnen und enden, sind sehr subjektiv und oft sind es mehr fliessende Übergänge. Dasselbe kann man von der Literatur oder Musik behaupten, denn z.B. sagt eine Person, mit dem Tod Schillers endet die Weimarer Klassik und eine zweite Person meint, es wäre mit dem Tod Goethes 1832 vorbei, wobei wir da Überschneidungen haben mit Biedermeier oder Romantik. Jedenfalls kann man so Eckpunkte anpeilen und ungefähr sagen, dass zwischen Byzanzs Fall 1453 und Luthers Thesen 1517 der Übergang vom Mittelalter in die frühe Neuzeit mit der Renaissance stattfand.

    "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren, wie aus einer Quelle, Zufriedenheit in sein Leben."


    - Plutarch

  • Sehe ich ähnlich wie Master Marko . Für mich persönlich markiert Columbus das Ende des Mittelalters und den Beginn der Renaissance .

    Genau da würde ich auch einen Renaissance Volltitel starten haben wollen , da eine Weltkarte ähnlich wie in Empire sehr attraktiv wäre. Immerhin bestand diese Zeit nicht nur aus Reformation und 30 jährigem Krieg , sondern auch die Türkenkriege , die Konflikte der italienischen Stadtstaaten , dem Rosenkrieg , die Konflikte zwischen Spanien , den Niederlanden und England , und und und . Eine extrem spannende Phase der Geschichte die irgendwie viel zu wenig Beachtung findet .

  • Ich hätte das Feudalsystem gerne über ein sehr ausgeprägtes Diplomatiesystem. Etwas abkucken könnte man sich da ja von TK wo man ja auch die Helden usw an sich binden muss. Ähnlich, aber nicht gleich könnte man auch ein Feudalsystem abbilden. Die einzelnen Fürsten müssten dann für Kriege auch Truppen liefern und würden das nur tun, wenn sie dem Krieg auch zustimmen, oder generell unserer Meinung sind. Das könnte auch dazu führen, dass sich einzelne Vasallen abspalten weil sie sich verselbstständigen wollen und wenn man nicht aufpasst, hat man gleich noch einen Unabhängigkeitskrieg am Hals.


    Eine andere Möglichkeit wäre ein besser ausgearbeitetes System wie wir es schon in ToB haben. Dort muss man den eigenen Gefolgsleuten Ländereien übergeben um sie bei Laune zu halten und das ist teilweise sogar recht schwierig, dass alle bei Laune bleiben, wenn zB zwei Gefolgsleute Anspruch auf den selben Titel erheben. Das müsste man dann noch ausbauen, indem man den Gefolgsleuten dann ganze Gebiete überträgt und die natürlich entsprechend Abgaben zahlen müssen und Männer für den Kriegsdienst schicken.


    Es gibt also schon Ansätze dazu in bestehenden TW-Teilen, natürlich geht das nicht so in die Tiefe bis hinunter zum letzten Bauern, aber zumindest die obere Ebene zwischen König und Adligen sollte vorhanden sein.

    Wünschenswert wäre noch eine Möglichkeit fremde Reiche zu unterwerfen und sie unter der bestehenden Dynastie einzugliedern um sich zB zum Kaiser zu erheben. Ich kann mir da einige gute Ideen vorstellen.

  • Für mich wäre da vor allem ein komplett überarbeiteter Stammbaum wichtig. Vor allem, dass man auch Einsicht in die anderen Stammbäume hat.

    Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.

  • Ich glaube das die Punkte von fliege für Total War etwas zu weit gehen (das soll ja kein Paradox Abklatsch sein sondern Total War). Am Ende des Tages werden wir immer noch eine Stamm, Staat, Königreich was auch immer anführen und keine Familie, das würde zu Total War auch einfach nicht passen meiner Meinung nach. Jedoch wäre es auch schön wenn die Charaktere endlich mehr Bedeutung bekommen (da könnte man dann zum Beispiel sagen das die Traits mehr Bedeutung bekommen und das man diese dann durch kluge Heirat "ranzüchten" kann ala CK) und auch das Bündnis durch Heirat kann ich mir gut in einem Total War vorstellen.


    Wolran Wie stellst du dir denn ein Feudalsystem in Total War vor? Es wäre echt cool wenn man das implementieren könnte aber ich kann es mir bisher nur schwer vorstellen (vielleicht reicht aber auch meine Fantasie einfach nicht aus ^^).

    Da magst du natürlich Recht haben das dieses Familien Dynastie Ding ein Paradox Abklatsch wäre und mit Total War rein von seiner Vergangenheit einfach nicht passen würde. Für mich wäre es auch nur ein kleiner Ansatz gewesen auch langfristig Motivation am Spiel und bis ins End Game zu haben.

    Immerhin wird man vermutlich, wenn man wirklich alle Epochen drin hat, locker um die 300 Jahre Geschichte Nachspielen. Aber da wird man sich bestimmt eine anständige Lösung ausdenken 😄.


    Die Frage wurde zwar nicht an mich gestellt, ich versuche trotzdem einfach das Feudalsystem wie ich es mir vorstelle mal zu erklären.


    Ich Stelle es mir so vor wie in Rome 2 damals eingeführt aber mit Erweiterungen.

    X Ländereien = 1 Provinz

    X Provinzen = 1 Region

    X Regionen = 1 Königreich

    (X Königreiche = 1 Kaiserreich)


    Jetzt würde ich es doch so Handhaben wie Paradox CK2. Je nach Reichsgröße darf der König/Spieler nur bestimmte Anzahl an Besitztümern besitzen habe, hat er Ziele triggert er den Bürgerkriegsmodus. Das könnten dann zb. Unruhen, Aufstände sein, Untergebene Lords wollen dann den König stürzen oder die Unabhängigkeit ausrufen und sich so etablieren.

    Oder Erben revoltieren und das Land zersplittert in unabhängige Staaten/Grafschaften/Königreiche/ Nationen was auch immer.


    Man hat also als König ein Kerngebiet ringsum seine Lord mit ihren Ländereien, das zusammen bildet dann das komplette Reich. Umso größer das gesamte Reich, desto wahrscheinlicher das alle Ländereien aller Lords größer sind als das eigene Kerngebiet.

    Nur im Kerngebiet kann der König aktiv entscheiden wie Städte und Burgen ausgebaut werden können. Den Lords kann man Steuern auferlegen und in deren Ländereien Soldaten rekrutieren, beides stößt auf Unmut und kann wie bis zum Bürgerkriegsmodus führen.



  • Eine kleine Korrektur:


    X Ländereien sind in Rome 2 gleichzusetzen mit X Regionen also 1 Siedlung = 1 Region. Maximal 4 Regionen sind dann eine Provinz.

    Ich könnte mir aber in Med 2 durchaus wieder sowas vorstellen wie wir es in Napoleon hatten, wo es in den Regionen noch einzelne Gebäude gab wie Höfe und Fabriken die extra zu verwalten waren. Wäre vielleicht eine Möglichkeit, dass man einem Herzog zB die Verwaltung über eine Provinz gibt mit der Hauptstadt, dann jeweils eine Burg oder Siedlung an einen Grafen und an einen Baron, Bürgermeister, Ritter dann jeweils eine kleine Länderei. Wenn zB in einer Region die Hauptsiedlung ein Dorf/kleine Stadt ist, hat vielleicht ein Ritter noch eine Motte irgendwo die zur Verteidigung dient.


    Zu dem unteren Teil ist es übrigens so (oder so ähnlich) in Thrones of Britannia, wo man seinen Untergebenen Titel und Ländereien zuweisen muss.


    Zitat von fliege

    Nur im Kerngebiet kann der König aktiv entscheiden wie Städte und Burgen ausgebaut werden können.

    Das halte ich nicht für eine gute Idee. Würde dazu führen, dass man überhaupt keinen Einfluss auf die Truppen hat, die man kriegt weil ein Lord zB nur auf Speere setzt, die man aber nicht brauchen kann. Oder dass in einer Grenzfestung erstmal nur auf Wirtschaft ausgebaut wird, während man dort dringend starke Garnisonstruppen brauchen würde.

    Davon abgesehen nimmt es dem Spieler Verwaltungsmöglichkeiten und das ist in meinen Augen einer der größten Pluspunkte von TW.

    Ich könnte mir eher vorstellen, dass sich mit einem gewissen Lord durch dessen Fähigkeiten die Preise für Gebäude/Truppen ändern und man so zusehen muss, welchen Lord man befördert und wo einsetzt. Die Boni/Mali können ruhig etwas heftiger ausfallen, sodass man als Herrscher gefordert ist.

  • Ich fände es ebenfalls gut, wenn es wieder kleinere Höfe, Minen usw. gibt, um die man zwar kämpfen und sie besetzen kann, die aber nicht die Kontrolle über eine ganze Region bringen. Das was meiner Meinung nach einer der größten Vorteile von Empire, dass nicht alles was in einer Region vorhanden war ausschließlich in der Hauptstadt war. Das hat die Kampangenkarte durchaus lebendiger gemacht. Auch wenns bei manchen Provinzen richtig Mist gebaut wurde, wie man an Frankreich sieht.

    Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.

  • Ich hoffe, dass die Entwickler die Schlachten und Kämpfe für Medieval 3 und zukünftige Historien-Teile überarbeiten und sich dabei von den Moddern etwas abschauen tun - ich finde beispielsweise die Schlachtenmechanik in der Divide et Impera Mod von Rome 2 äußerst realistisch umgesetzt, davon können sich die Entwickler echt einmal eine Scheibe davon abschneiden. Denn die Kämpfe und Schlachten in den bisherigen neueren Historien-Teilen sind einfach viel zu Arcade-lastig - römische Legionäre die mit den Gladius (römisches Kurzschwert) auf die Gegner einhacken wie wilde Barbaren, unrealistisch weit zu Boden schleudernde getroffene Gegner anstatt das sie einfach auf der Stelle umfallen, Steinschleuderer die schwere Infanterie umnieten wie mit Repetiergewehren, Einheiten die erst fliehen wenn die Einheit nur noch ein paar Mann hat - Wo ist da der Überlebens-Instinkt?, Mann gegen Mann Einzelkämpfe anstatt Formationskampf usw.

  • Vor allem ein besseres Balancing im MP wäre durchaus angebracht. Und wir müssen ja generell sagen, dass der Fernkampf in fast allen Teilen zu stark war (außer Empire, Napolen und Shogun 2 FoS)

    Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.

  • Technikus spricht aber auch ein paar Punkte an, die einfach Geschmacksache sind. Actionreiche Kämpfe sind nunmal ein Verkaufsargument, vor allem für jüngere, an Actionfilme gewöhnte Spieler.

    Wenn CA die Kämpfe realistischer machen würde, müssten andere Spieler einen Mod machen der das Ganze actionreicher macht um dieses Klientel zufrieden zu stellen. Fazit: Man kann einfach nicht alle gleichzeitig glücklich machen.


    Von daher bin ich durchaus zufrieden für genau mein Erlebnis auf einen Mod zu warten, bzw mir mein Erlebnis eben so zusammenzustellen wie ich möchte. Das perfekte Spiel für dich wirds wohl nicht geben.


    Zitat von Technikus


    Einheiten die erst fliehen wenn die Einheit nur noch ein paar Mann hat - Wo ist da der Überlebens-Instinkt?, Mann gegen Mann Einzelkämpfe anstatt Formationskampf usw.

    Da muss man auch sagen, das zB ich persönlich enttäuscht wäre, wenn eine Einheit zu früh flieht, obwohl zB kein nennenswerter Grund dafür besteht. In Rome 2 fand ich das eigentlich ganz ok, dass schwache Tier 1 Einheiten direkt nach einem Charge geflohen sind (teilweise auch noch mit der Hälfte der Einheiten.

    Aber wenn mir die halbe Armee flieht weil eine Einheit wegbricht, würde mir das doch Spielspaß nehmen - und wäre vor allem für den MP tödlich.


    Was die Einzelkämpfe angeht, ist das Mittelalter dafür doch viel geeigneter, denn da waren Einzelkämpfe durchaus üblicher als Formationskämpfe im Stile der Römer zB.

  • Ich könnte mir vorstellen das es Zeitlich wie beim letzten Medieval mit der Entdeckung und anschliessenden Eroberung der neuen Welt endet.


    Ansonsten wünsche ich mir einfach einen coolen Stammbaum und gut ausgearbeitete und vor allem diverse Nationen. Die sich auch anders spielen.

    Feudalsystem könnte vielleicht so etwas wie beim Imperium in WH kommen, wo man alle unter einem Banner vereinen muss und Bonis und malis bekommt wenn einer wegfällt etc. Denke nicht das man so in die Tiefe gehen wird wie das hier einige gern hätten. Bin da realistisch und erwarte kein Universalis auf Steroiden.

    Melius est enim mori, quam vivere stantem genu
    Es mejor morir parado que vivir arrodillado

    Einmal editiert, zuletzt von Chapulin ()

  • Ich sage immer wieder: Total War sollte, wie jeder gute Schuster, bei seinen Leisten bleiben.

    Ja, bessere (oder nützliche) Diplomatie ist cool, wie man an Three Kingdoms merkt, aber solange die Features in sich stimmig sind habe ich lieber ein relativ basales Design für z.B. das Reich oder den Papst, mit echtem Total War. Zum Beispiel könnte man mal an dem "Problem" Belagerungen weiterfeilen. Entweder durch neue Features wie den seit Rome II angekündigten mehrstufigen Belagerungen, oder auch durch Abwechslung in den Befestigungsanlagen. Wo wenn nicht im Mittelalter kann sich da denn ein Designer richtig austoben?

  • Jo, das ist auch ein Punkt den ich ansprechen wollte. Ich will keine 5 Designs die ich ständig immer und immer wieder spiele und in- und auswendig kenne. Zumindest große, bekannte Burgen sollten ein eigenes, einigermaßen historisches Design bekommen. Und auch einige Städte.

    Und wir haben ja auch schon oft hier besprochen, dass für ein Medieval die Belagerungsschlachten endlich einmal wirklich gut sein müssen.

  • Ich fände es ziemlich cool, wenn die Festungsmechanik aus der Kingdoms Erweiterung wieder kommt, also die Möglichkeit mal kleinere Belagerungen zu spielen und darauf auch seine Armeen mehr darauf auszulegen.