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[SPQR] Alles was nicht in die Höfe gehört

  • Caecilia Metelli


    Es war schon sehr spät in der Nacht, als Caecilia Metelli begleitet von Artios und Tarvos von ihrem Haus auf dem Esquilin in die Subura auf dem Vicus Cuprius hinab in Richtung Circus Maximus ging, um das zwischen dem Circus Maximus, dem Tempel der Bona Dea und der Porta Capena gelegene Badehaus zu besuchen, das von der Aqua Appia vesorgt wurde. Sie trug einen dunklen Kapuzenmantel über ihrer weissen Tunika, der ihr Gesicht tief verhüllte. Caecilia Metelli wollte ihre üblichen Bahnen im Natatio (Schwimmbecken) ziehen, um anschliessend im Sudatorium (Schwitzbad) zu entspannen und nachzudenken. Das Sudatorium lag zwar im für Frauen unzugänglichen Männerteil des Bades, aber zu später Stunde liess sich ein Badesklave gegen einen kleinen Obolus dazu bewegen, eine Tür für die Bediensteten zwischen Männer und Frauen zu öffnen und Caecilia Metelli ungestört, das Sudatorium für ein Weilchen nutzen zu lassen. Es war ruhig auf den Strassen nur hin und wieder war das Gegröhle und der Gesang von Betrunkenen zu hören. Als sie den Eingang zum Frauentrakt erreichte, sagte Caecilia zu ihren beiden Begleitern: "So wir sehen uns in einer Stunde am Sudatorium. Nutzt die Zeit und nehmt ein Bad." Caecilia Metelli zwinkerte Artaios und Tarvos zu. Selbstverständlich hätte sie das den beiden nicht sagen müssen, denn wie alle Neuankömnmlinge in Rom hatten diese die Annehmlichkeiten eines Badehauses schnell angenommen. Nachdem sie den Frauentrakt betreten hatte, ging Caecilia Metelli ins Apodyterium (Umkleideraum). Dort entkleidete sie sich und ging dann ins Frigidarium (Kaltbaderaum) und stieg in das Becken mit kaltem Wasser. Dies war angenehm erfrischend in der doch warmen Nacht. Anschliessend reinigte sie ihren Körper mit dem Schabeisen. Danach stieg sie ins Natatio, schwamm dort ihren 40 Bahnen. Danach ging sie durch das Tepidarium (Wärmeraum) ins Caldarium (Heissbaderaum) legte sich dort für einige Minuten in ein Heisswasserbecken. Danach ging Caecilia Metelli nackt - bis auf einen kleinen Lederbeutel um den Hals - zu der kleinen Tür, durch die Bedienstete zwischen dem Männer- und Frauenteil hin und her huschten, und klopfte. Ein Sklave öffnete und Caecilia gab ihm 2 As. Sie konnte hindurch huschen und wurde ins Sudatorium geführt. Währendessen postierten sich Artaios und Tarvos vor dem Eingang zum Sudatorium. Dort legte sie sich auf eine steinerne Liege und genoss die trockene Hitze des Kohleofens. Ihre Gedanken schweiften zurück...


    Blutjung hatte sie ihr Vater Lucius Caecilius Metellus mit 15 Jahren aus politischen Kalkül an Publius Claudius Pulcher verheiratet. Es war keine Liebesheirat gewesen. Sie erinnert sich noch gut daran wie Publius in der Hochzeitsnacht sein Recht eingefordert hatte. Seinen nach Wein riechenden Atem und das Gekeuche des fetten 40jährigen beim Akt... Und als es endlich vorbei war, war er heruntergerollt und schnarchend eingeschlafen. Neun Monate später war Appius geboren worden. Aber so grob Publius auch war, er hatte Wert darauf gelegt, dass sie sich an seinem politischen und wirtschaftlichen Leben beteiligte. So hatte sie Abgesandte und Händler aus Massalia und Syrakus getroffen, die ihr allerlei Wunderliches erzählten. Von der Insel der Pritannoi, wo das Zinn herkam. Von Alexandria und Antiochia, wo Gewürze, Weihrauch und Seide gekauft werden konnten. Was man wo für dieses oder jenes Produkt gerade zahlte. Sie sog alles in sich auf. Und sie las auch viel. Pytheas "Über den Ozean", Megasthenes' "Indika" und andere. Und so wenig sie Publius auch liebte, umso dankbarer war sie ihm, dass sie zumindest, was ihr Leben in seinem Haus betraf, frei war.


    Und dann kam Drepana... Danach trank Publius nur noch und verfiel von Tag zu Tag mehr. Bis er sich dann im Jahre 505 Ab Urbe Condita (246 v.Chr. ) die Pulsadern aufschnitt. Sie musste schwanger mit Claudia Quinta und dem kleinen Appius das Haus verlassen, da es Publius' Gläubiger versteigern lassen wollten. Die Nobilität mied sie und behandelte sie wie eine Aussätzige. Caecilia war schwer gekränkt. Und doch begann mit diesem Tiefpunkt die Befreiung und Aufstieg der Caecilia Metelli. Denn da sie über die Confarrreatio als Manus-Ehe verheiratet worden war, war sie von der patria potestas ihres Vaters in die Gewalt ihres Mannes gewechselt, denn sein Vater Appius Claudius Caecus war schon gestorben, so dass er der neue Pater Familias war. Mit dem Tod Ihres Mannes war sie nun frei geworden und konnte über ihre Mitgift frei verfügen.


    Da ihr klar war, dass Rom früher oder später nach Drepana eine neue Flotte bauen musste, um die karthagischen Stützpunkte von See zu blockieren, liess sie über ihr bekannte Equites Schiffsbaumaterialen kaufen und horten. Und als tatsächlich vor der finalen Schlacht an den Ägatischen Inseln eine neue Flotte gebaut wurde, konnte sie diese mit Gewinn verkaufen. Und so ging es weiter. Rom brauchte Proviant und Ersatzausrüstung für seine Feldzüge gegen die Nurager auf Sardinia und Corsica? Kein Problem. Caecilia Metelli verkaufte es. Genauso lief es im Krieg gegen Teuta. Und so mehrte Caecilia ihr Vermögen, das sie klug weiter investierte. Ein aufstrebender Quästor mit Geldsorgen? Kein Problem, Caecilia Metelli lieh es. Rückzahlung erfolgte später mit aus der Kriegsbeute oder aus Steuern aus Sicilia. Und so wuchs ihr Vermögen weiter. Einen Teil investierte sie nun in Landgüter, den diese produzierten Öl, Getreide oder Wein oder liessen sich gegen Zins verpachten. Und die Claudii Pulchri wurden wieder wohlhabend.


    Caecilia riss sich aus ihren Gedanken. "Genug in der Verhangenheit verweilt. Der Konsul will Goldmünzen einführen nutzt mir das oder nicht? Hmmm..."


    Und während Caecilia nachdachte, lief ein Schweisstropfen von ihrem schmalen Hals über ihre Schultern den Rücken herunter...

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  • Caecilia Metelli


    Nachdem sie noch eine Weile im Sudatorium geblieben war, verliess Caecilia Metelli dieses wieder, huschte durch die Tür in den Frauentrakt, begab sich zum Apodyterium, kleidete sich wieder an und verliess das Bad mit Ihren beiden Begleitern Richtung Esquilin.

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  • Es war bereits später Nachmittag und die Klienten waren längst gegangen. Papus saß gerade in seinem Arbeitszimmer und ging noch einige Dokumente durch, als einer seiner Sekretäre eintrat.
    "Herr, es wurde ein Brief an euch abgegeben."
    "Von wem?"
    "Den Mann kannte ich nicht, doch scheint es sich um einen Brief aus Volaterrae (Velathri) zu handeln. Er sagte mir ich sollte es euch im Namen des dortigen Stadtrates übergeben."
    Papus nahm das Schriftstück und las es durch. Als er fertig war runzelte er die Stirn.
    "Sie bitten uns um Aufnahme einer Gesandtschaft, die über die künftigen Beziehungen zwischen ihnen und Rom verhandeln und Beschwerde gegen das Vorgehen des Prätors führen soll....
    Luscinus ist doch immer ein redlicher Mann gewesen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sein Vorgehen über die üblichen Unannehmlichkeiten hinaus geht."
    Papus dachte einen Moment nach. Gaius Fabricius Luscinus war der Enkel des berühmten Gegenspielers von Pyrrhus. Seine Familie gehörte zu den Verbündeten der Aemilier, die es den Fabriciern erst ermöglicht hatten in den Senat aufzusteigen.
    "Schreibbereitschaft herstellen", sagte Papus schließlich und diktierte seinem Sekretär einen Brief an Luscinus. Er wollte auch die andere Seite der Geschichte hören, bevor er den Senat von der Gesandtschaft informierte. Als er fertig war fragte der Sekretär:"Und was schreiben wir an den Rat Volaterraes?"
    Das hatte Papus fast vergessen.
    "Ist der Bote noch da?"
    "Ich denke schon."
    "Sag ihm, der Senat wird die Gesandtschaft empfangen, wenn sie da ist. Sie soll sich zur Villa Publica begeben und dort warten."

    Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.

  • Papus war angespannt, während seines Imperiums in Etrurien genoss Luscinus Imunität, schon alleine deshalb weil er in Konflikten zwischen Römern und Nichtrömern der oberste Richter war, doch nach Ablauf seiner Amtszeit konnte ihm der Prozess gemacht werden. Die Sache wäre auch nicht so heikel, wenn es nicht um Volaterrae ginge. Die Stadt war eine der größten Etruskerstädte und hatte momentan kein formelles Bündnis mit Rom. ES bestünde zwar die Möglichkeit Volaterrae wie z. B. Veii gewaltsam zu erobern, aber die Stadt war gut befestigt und konnte bei diesem Vorgehen auf viele Freunde nicht nur in Etrurien hoffen. Angesichts der Gerüchte die aus Cisalpina kamen, konnte Rom keinen weiteren Konflikt gebrauchen.
    Daher war Papus auch erfreut endlich als der Bote von Luscinus eintraf. Er war wohl die Nacht durchgeritten: sowohl sein Pferd, als auch er waren völlig erschöpft.
    Papus fragte sogleich nach, was der Anlass der Beschwerde sein könnte und der Bote berichtete ihm die Version des Luscinus. Als er geendet hatte sagte Papus:"Gut, wenn ich dich aufrufe, wirst du das genau so dem Senat berichten."

    Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.

  • Publius Valerius Laevinus



    Gemeinsam mit seinem Gefolge passierte Publius die Tore Roms. Das Gefolge des jungen Römers bestand aus 2 erfahrenen Leibwächtern, die sorgfältig ausgewählt worden waren. Zudem entschied sich Publius seinen Freund Sabinus mitzunehmen. Den er bei seinem Militärdienst kennenlernte. Sabinus hatte deutlich mehr Geschick im Kampf, doch war er eher von der weniger klugen Sorte Mensch. Die letzte Person des Gefolges war ein älterer Grieche namens Kleitos, der schon lange in Rom lebte. Ihn heuerte Publius an, da er die Stadt Massilia gut kannte und sie bereits in der Vergangenheit besuchte. Der Plan war noch am nächsten Tag von Ostia aus nach Massilia zu segeln.

  • Claudii Pulchri


    Es war schon nachmittags als der Ochsenkarren, der Appius Claudius Pulcher mit seinem Burschen von Ostia über die Via Ostiensis nach Rom gebracht hatte, die Porta Navalis erreichte. Appius stieg ab, legte seinen Dolch und sein Gladius ab, verstaute es in seiner Kiste und gab seinem Burschen Anweisung die Kiste zu dem Domus seiner Familie auf dem Esquilin zu transportieren.


    Appius einjährige Dienstzeit auf der Trireme war mit dem Beginn der neuen Ernte abgelaufen und er war nach Rom zurückgekehrt. Es war immer noch heiss, so dass Appius seinen italischen Montefortinohelm mit den schwarzen Pferdeschweif und den 2 blauen Federn abnahm und sich den Schweiss von der Stirn wischte. Er hatte noch seinen roten Militärmantel und seine blaue Tunika an, über der er ein Kettenhemd trug. Zwar hätte er sich schon in Ostia umziehen können, aber er wollte in Uniform erst zum Forum Romanum gehen, um sich über die neuesten Neuigkeiten zu informieren, bevor er nach Hause ging, und es war nie verkehrt sich potentiellen Wählern als Soldat zu zeigen.


    Und so durchschritt Appius mit dem Helm unter dem Arm die Porta Navalis in Richtung Forum Romanum.

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  • Claudii Pulchri


    Es war schon nach Mitternacht, als in einer heruntergekommenen Taverne in der Subura eine Gruppe von 4 Personen eintraf. Zwei von ihnen waren von hünenhafter Gestalt. Offensichsichtlich von jenseits des Po, wie ihre langen Haare und Schnurbärte vermuten liessen. Die dritte war ein grossgewachsener, jüngerer Mann, 0wenn auch nicht so gross wie die beiden Hünen. Man konnte sehen, dass er gerade vom Militär kam. Die vierte Person hingegen war eher mittelgross und von schlanker Gestalt und schien eine Frau zu sein. Die letzten beiden waren in gallische Kapuzenmäntel gehüllt.


    Im Zwielicht der Taverne kniff die Frau die Augen zusammen und ging dann mit der Gruppe zielstrebig zu einem Tisch, an dem ein einzelner grosser Mann sass, das Gesicht unter den Falten seiner Toga versteckt.


    "Spurius, ich bin erfreut, dass ihr kommen konntet, Dürfen wir uns setzen?"


    "Sicher Teuerste, setzt euch." Die Gestalt wies auf zwei weitere klapperige Stühle an dem Tisch.


    Die Frau und der jüngere Mann setzten sich und unterhielten sich eine Weile. Die beiden Hünen behielten unterdessen die Tür im Auge. Am Schluss gaben sich die am Tisch sitzenden Personen die Hände.


    "Wir sind uns also einig, ihr unterstützt uns und wir finanzieren Eure Rückkehr in die aktive Politik."


    "Das wird Albinus nicht gefallen mich wiederzusehen" sagte der Mann mit einem Lachen.


    "Nein ganz sicher nicht, denn schliesslich habt Ihr damals bekommen, Spurius, was er am meisten begehrt und nicht ER." sagte Frau und man spürte förmlich den Spott und Hohn aus ihrem Mund triefen.


    Der Mann lachte noch lauter. "Nein, und das wurmt ihn noch immer nach all den Jahren. Und nun lasst uns unseren Pakt begiessen. Wirt, bring den besten Wein, den dieses Loch zu bieten hat."


    Und es wurde spät in der Nacht...

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