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[SPQR] Senatssitzung

  • Hilarius Nautius Rutilus


    "Oh jetzt auf einmal ist ein Krieg mit Karthago zu gefährlich, wie?", murmelte Hilarius mehr zu sich selbst.
    Er wusste, dass selbst wenn er sich ernsthaft melden würde, seinen Worten wohl nur wenig Gehör geschenkt werden würde.

    MOTHER 3:
    "Lucas spoke the Encouraging Words to the boulder! The boulder appears to feel better"

  • Claudii Pulchri

    Caecilia Metelli hatte begleitet von Tarvos und Artaios am Eingang der offenen Curia der Diskussion gelauscht. Unauffällig gab sie Malleolus ein Zeichen, der als er sie entdeckt hatte, immer wieder hinübersah.


    Dieser begab sich zu ihr, sie tuschelten miteinander, dann begab sich Malleolus wieder zu seinem Platz.


    "Verehrte Senatoren, wir unterstützen den Vorschlag von Albinus. Uns in Karthagos Einflussbereich südlich des Ebros noch weiter auszudehnen, obwohl wir uns vertraglich verpflichtet haben, dies nicht zu tun, erscheint uns nicht weise."


    Maleolus setzte sich.

    I think I'm paranoid

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    I think I'm paranoid

    And complicated


    Garbage - I Think I'm paranoid


  • Lucius Postumius Albinus


    Überrascht und etwas misstrauisch sah Albinus zu Maleolus hinüber.

    Woher der plötzliche Sinneswandel? Fragte sich der erfahrene Politiker. Zuerst die vehemente Gegenrede was die Goldwährung betraf und nun die Unterstützungs seines Vorschlags?


    Er sagte allerdings nichts. Lieber wollte er noch abwarten, ob noch andere Wortmeldungen kamen.

  • Claudii Pulchri


    Caecilia Metelli sah Albinus' misstrauischen Blick. Da sie sowohl Landgüter hatte, als auch gut laufende Handelsgeschäfte, würde sie egal ob Gold- oder Silberwährung auf jeden Fall Gewinn machen. Zufrieden lächelte sie Malleolus zu.

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  • Marcus Valerius Laevinus



    Laevinus wusste das sein Vorschlag gewagt gewesen war und nicht bei jedem Senator gut ankommen würde. Allerdings war er doch sehr verwundert über die Entwicklung der heutigen Sitzung. Die Postumier und Scipionen bekamen bereits viel Zuspruch. Selbst die Senatoren die zuerst eine andere Meinung hatten, änderten ihre plötzlich und erklärten nun die Postumier und Scipionen zu unterstützen. "Aufgeblasene Sch************" dachte sich Laevinus.


    Sichtlich enttäuscht erhob sich Laevinus, um es noch einmal zu versuchen:

    "Geschätzte Senatoren! Wenn wir in die Alpen ziehen um uns an dortigen Bodenschätze zu bedienen, werden wir nur die Aufmerksamkeit vieler Barbaren auf uns ziehen. Ein einzelner Bergstamm kann uns nicht gefährlich werden das ist klar, doch jeder Barbarenstamm hat viele Verbündete. Da man, wie wir doch alle wissen, nicht mit diesen Kreaturen verhandeln kann, könnte uns dies nur viele unnötige Kriege einbringen. Unsere Karawanen würden ständig überfallen werden. Die Verluste, sowahl an Leben und Ressourcen wären sogar noch viel größer, als wenn wir ein beladenes Schiff mit Silber im Meer verlieren würden! Zudem würde Karthago sich ungestört bereichern können. Eventuell würden sie einen Vorteil darin erkennen und uns sogar schon früher angreifen, wenn unsere Armeen im Norden gegen Barbaren beschäftigt sind. Nein sage ich! Wir müssen uns auf Hispania und die Karthager konzentrieren."


    Mit jedem seiner Sätze wurde Marcus Valerius Laevinus leidenschaftlicher. Doch das war seine Meinung, und diese änderte er nicht.

  • Claudii Pulchri


    Wieder erhob sich Malleolus: "Im Jahre 497 Ab Urbe Condita ( 254 v.Chr.) hat der Konsul Aulus Atilus Caiatinus der Göttin Fides auf dem Kapitol neben dem Jupitertempel einen neuen Tempel errichtet. Dort werden die Verträge mit ausländischen Staaten aufbewahrt und dem Schutz der Göttin unterstellt. Wollen wir wirklich die Göttin erzürnen, indem wir treuwidrig einen Vertrag brechen?


    Nein, denn Rom hat seit alters her, den Willen der Götter geachtet. Rom erklärt den Krieg nur, wenn es selbst oder ein Bundesgenosse angegriffen wurde. Es provoziert keinen Krieg und fängt keinen Krieg ohne triftigen Grund an. Für dieses Prinzip stehen die Claudii Pulchri und ich unerschütterlich. Daher nein: zu Kriegstreiberei in Hispania!"


    Würdevoll setzte sich Malleolus, während Caecilia Metelli zustimmend nickte. "Eine gute Rede." dachte sie.

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  • Marcus Pomponius Matho der Ältere



    "In der Tat!" Marcus Pomponius Matho der Ältere war von seinem Sitz aufgestanden und sagte mit fester Stimme: "Verehrte Väter und Beigeordnete!

    Multas opiniones differentes de re audivimus! Causam diligenter spectare licet et comparare, quid geramus.

    Ersteimal möchte ich mit der Auffassung aufräumen, neue Münzen könnten die Bürger verwirren und die Wirtschaft stören: Silber-und Goldmünzen sind durch ihre Beschaffenheit und ihre Zusammensetzung aus solchen edlen Erzen wertig genug, um akzeptiert zu werden und Vertrauen zu erhalten.


    Einige sind der Auffassung, wir sollten Gold und Silber in Iberien fördern, indem wir uns dort ausbreiten und mit den dortigen Stämmen verhandeln. Andere warnen vor diesem Vorgehen, da uns der Vertrag mit Karthago verbietet, mit Verbündeten der Punier zu verhandeln oder mit ihnen in einen Konflikt zu geraten, der uns Römer wieder lange quält. Jene fürchten bei dieser Sache, dass Karthago selbst das Gold und Silber nutzt, um neue Söldner ausazuheben, eine Flotte zu bauen und Krieg anzufangen, was wir tüchtigen Männer verhindern sollten. Diese wiederum befürchten, dass eine Einmischung in die hispanischen Verhältnisse einen Bruch des Vertrages darstellen würde, den die Götter nicht gutheißen würde, und uns dazu gar in einen erneuten Krieg stürzen würde.

    Wieder andere fordern, das Gold von den Barbaren im Norden zu beschaffen, was viele aber auch als große Gefahr sehen, denn wir allen haben den schwarzen Tag noch vor Augen und unsere Legionen und Bundesgenossen mit ihren Hilfstruppen sind vom Krieg geschwächt. Dazu würde ein Krieg gegen die Gallier in den Ebenen des Padus Karthago eher eine Chance bieten, seine Schmach zu rächen.

    Nein! Ich habe diesen Krieg noch vor Augen, viele Mütter beweinten ihre Söhne! Aber Karthago hat seine gerechte Strafe verdient! Sie Haben uns tausende von Talenten an Silber bezahlt! Dieses Silber können wir zu Münzen prägen und weiteres ankaufen, wie es L. Postumus bereits vorgeschlagen hat. Dadurch können wir den Handel kontrollieren und gleichzeitig den Frieden waren. Solange wir selbst keines haben, sollten wir uns nicht dazu verleiten lassen, griechisches Gold als wertvoller zu erachten als es tatsächlich ist. DIe Stämme im Norden sind mit römischen Waren leicht zu begeistern, was uns eine beachtliche Menge an Gold liefern kann.

    Also, verehrte Senatoren, lasst uns die Verträge ehren, den Frieden wahren und Reichtum erlangen! Lasst uns regen Handel Norden und Süden treiben und selber silberne Münzen prägen!

  • Scipiones


    Publius dachte sich, nachdem sich andere zur Sache geäussert haben: „Ich bin überrascht, dass viele den Vorschlag von den Postumiern und uns Scipionen unterstützen.


    Daraufhin stand er auf und fragte: „Wer möchte noch einen weiteren Vorschlag vorantragen? So, wie sich die letzten Stimmen geäussert haben, wäre eine baldige Abstimmung über die Einführung von Silber- und bzw. oder Goldmünzen vonnöten mit den auserwählten Senatoren inbegriffen, welche sich um bestimmte Bereiche der Diplomatie mit vorhin genannten Völkern, der Beschaffung, Transport, Prägung sowie der Propaganda der Münzen kümmern müssten. Was meint Ihr, werter Konsul?“

    "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren wie aus einer Quelle Zufriedenheit in sein Leben."


    - Plutarch

  • Marcus Valerius Laevinus



    Während die anderen römischen Geschlechter fleißig am diskutieren waren, hatte sich Laevinus mit den anderen Valerierer still beraten, um den Vorschlag zu verbessern.


    Also erhob sich Marcus Valerius Laevinus erneut, gerade als Publius anscheinend den Konsul zum Ende der Sitzung drängen wollte: "Danke für euren Vortrag Publius Cornelius Scipio vom Haus der Scipionen, ihr könnt euch wieder setzen." Eine oder zwei Sekunden bevor Laevinus dann mit seinem Vortrag begann, warf er einen kurzen, vernichtenden Blick in Richtung zu Malleolus. "Kriegstreiberei, was ich nicht lache," dachte sich Laevinus dabei.


    "Verehrte Senatoren, wir Valerier, haben unseren gut gemeinten Vorschlag überarbeitet, und sind nun zu folgendem Entschluss gekommen:

    Saguntum! Unsere treuen Verbündete in Hispania, haben reichlich Bodenschätze wie ich bereits vorhin erwähnte. Deshalb schlagen wir ein Handelsabkommen mit ihnen vor. Getreide für Silber. Wir werden einige hundert Römer nach Saguntum senden, um den Handel zu überwachen. Wir bekommen unser Silber für die Münzen die wir für den Anfang einer neuen Währung benötigen, und unsere Freunde bekommen genug zu Essen, um sich ihre Bäuche zu füllen. Den der Krieg in Hispania, lässt die gesamte Bevölkerung hungern.


    Zusätzlich empfehlen wir noch einen Handel mit den Griechen in Massilia. Wir liefern ihnen gutes Eisen und andere Waren die sie benötigen, im Tausch gegen Silber und Gold. Eisen und viele anderen Ressourcen werden in Massilia dringendst benötigt, denn viele gallische Stämme plündern ihre Länderein. Gerade gut schmiedbares Eisen ist sehr begehrt in Massilia. Zusätzlich könnten uns die Griechen Schiffe für den Handel zur Verfügung stellen, denn sie besitzen mehr als genug davon. Sicherlich würden sie dieses Angebot akzeptieren für einen verlässlichen Handelspartner."

  • Lucius Postumius Albinus


    Albinus ergriff wiederum das Wort. "Die Massilianer mögen eine Lösung darstellen aber wer sagt uns, dass sie die Edelmetalle überhaupt in den erforderlichen Mengen liefern können? Ich höre zum ersten Mal, dass Massilia solchen Zugang zu Bodenschätzen haben soll. Und selbst wenn sie die erforderlichen Mengen haben, Eisen können auch wir gebrauchen und woher sollen wir dieses nehmen? Etwa aus Illyrien, gerade nachdem wir es befriedet haben? Es kommt doch sofort zur nächsten Spaltung in Illyrien wenn wir so kurz nach geschlossenen Verträgen neu verhandeln wollen.

    Mir scheint die Valerier sehnen sich nach Krieg, so viele Vertragsverletzungen wie sie anstreben?"

  • Claudii Pulchri


    Wieder erhob sich Malleolus. Er hatte sich in Richtung Laevinus gewandt und meinte spöttisch.


    "Jedes Kind lernt doch spätestens beim Grammaticus, dass römische Legionen mit dem besten Eisen aus Noricum gekleidet und bewaffnet werden. Wir selbst haben doch gar kein Eisen zu verkaufen. Wer wenn nicht die keltischen Noriker, die meisterhafte Schmiede und Bergleute sind, weiss wo man Gold und Silber in den Alpen finden kann?"


    Er wandte sich Albinus zu.


    "Albinus ist daher weise, Gold und Silber dort zu suchen."


    Er setzte eine bescheidene Miene auf.


    "Wir Claudii Pulchri würden , demütig wie wir sind, unsere bescheidenen Vermittlerdienste anbieten."


    Caecilia Metelli konnte sich ein Lachen kaum verkneifen. Malleolus war phänomenal heute. Er war jedes As, das sie ihm zahlte, wert...

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  • Marcus Valerius Laevinus



    Laevinus ergriff nun erneut das Wort: "Illyrien? Was? Wieso sollten wir Eisen in Illyrien beschaffen wollen? Wir besitzen doch reichlich Eisen in der Republik!" Dann sah Laevinus zu Malleolus und sagte laut und deutlich in einem respektlosen Ton: "Wenn ihr nur anwesend Zeit um mich zu beleidigen und keine Ahnung von unserer Wirtschaft habt, dann könnt ihr auch aufhören unsere Zeit zu verschwenden. Wir besitzen mehr als genug Eisen um mit Massilia Handel zu betreiben." Die Valerier applaudierten lautstark.


    Nun wandte sich Laevinus respektvoll Lucius Postumius Albinus zu:

    "Verehrter Albinus, ihr habt natürlich vollkommen recht! Massilia wird nicht genug Silber und Gold für unsere Zwecke besitzen. Doch wäre es ein Anfang. Ein Anfang, der ausreicht um unsere Münzpräger wochenlang, wenn nicht sogar für mehrere Monate zu beschäftigen. Allerdings dreht sich mein Gedanke nicht nur um das Gold und Silber von Massilia, sondern ist viel mehr von langfristiger Natur starke und langfristige Handelspartner für Rom zu gewinnen.

    Geschätzter Albinus, euer Vorschlag die Edelmetalle in den Alpen zu besorgen ist natürlich ebenfalls sinnvoll. Lasst uns doch unsere Vorschläge vereinen. Für den Anfang das Handelsabkommen mit den Griechen von Massilia abschießen und währenddessen die Silbermünzen hergestellt werden. Suchen wir einen passenden Ort um Silber und Gold in den Alpen abzubauen."

  • Lucius Postumius Albinus


    Albinus wedelte mit der Hand. "Meinetwegen kann eine diplomatische Delegation nach Massilia entsandt werden um festzustellen ob sie zu vernünftigen Bedingungen mit uns handeln würden. In der Zwischenzeit können wir immer noch Goldmünzen aus den im Umlauf befindlichen Barren prägen. Dazu müssen den Bürgern nur günstige Konditionen angeboten werden, ihre Barren in hochwertige Goldmünzen umwandeln zu lassen die dann als offizielle Währung gelten. Ich denke an eine Abgabe von 5% für die Prägung. Das sollte doch für jeden Vorteile bergen."