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Beiträge von Turba

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    :D Nicht die App die wir brauchen, aber die wir verdient haben :D

    So, die neusten Themen sind raus, hoffe ich hab euch wenigstens ein kleines Bild davon geben können. Wenn ich einen Wikipediaartikel empfehle, dann hab ich den in der Regel geprüft oder habe schlicht keine widersprechenden Quellen oder Literatur dazu (wie im Falle des Hochzeitsartikels).
    Wenn gewünscht kann ich die einzelnen Themen auch noch etwas erweitern bzw. ausführlicher gestalten.
    Wie immer wenn ihr Vorschläge für weitere Themen habt, könnt ihr sie hier reinschreiben. Den Smaltalk lese ich mir immer durch.

    Sklaverei:

    Sklaverei war damals in ganz Europa mehr oder weniger stark verbreitet. Wichtig ist für unsere Hotseat, dass es noch nicht diese riesigen Sklavenheere wie später gab. Rom ist grade erst dabei sich im Mittelmeer breit zu machen. Die Hauptquelle für Sklaven dürfte in der Zeit unserer Hotseat noch die Schuldsklaverei sein, bei der sich arme Menschen selbst verkaufen müssen, was im Gegensatz zu später noch nicht verboten ist. Die großen Kriege, in denen die Römer Massen ausländischer Sklaven als Kriegsgefangene nach Italien bringen, kommen gerade erst. Man muss schließlich bedenken, dass Rom bis vor kurzen unterworfene Feinde in der Regel noch als socii rekrutierte, wobei dann gleichzeitige Versklavung großer Teile der Bevölkerung zu Problemen führen würde. Griechische Sklaven als Lehrer oder Ärzte sind um 225 v. Chr. noch eine absolute Seltenheit (aber möglich).
    Die anderen Quellen der Sklaverei sind dann noch Piraten und Räuber die Menschen fangen und verkaufen und die Versklavung als Strafe für bestimmte Verbrechen.

    Der Sklavenstatus sagt wenig über die Lebensverhältnisse aus. Einem Sklaven im Haushalt einer reichen Familie kann des deutlich besser gehen als dem Durchschnittsbürger, grade weil Haussklaven Teil der familia sind. Anders sieht es da natürlich bei den Sklaven auf dem Land aus, dort dürfte es je nach Größe eines landwirtschaftlichen Betriebes unterschiedlich schlecht gewesen sein. Am schlimmsten geht es Sklaven in Minen und Bergwerken, aber auch hier muss ich der gängigen Ansicht, dass diese nur wenige Monate überleben in Teilen widersprechen, denn das kann nur zu Zeiten in denen es ein großes Überangebot von Sklaven gibt wirtschaftlich sein, da der Nachkauf sonst einfach zu teuer ist. Es kommt also stark darauf an wer der Herr und was der Zweck eines Sklaven ist und wie sehr die soziale Kontrolle den Besitzer beeinflusst. Manchen Sklaven wird von den Besitzern sogar gestattet sich etwas nebenbei dazu zu verdienen.

    Sklaven werden als Sache gesehen. Tötung und Verletzung eines Sklaven ist Sachbeschädigung an seinem Besitzer und Kinder von Sklaven gehören dem Besitzer der Mutter.
    Freigelassene Sklaven können das Bürgerrecht erwerben, haben aber als liberti immer noch eine besondere Bindung zu ihrem ehemaligen Herrn und werden dessen Klienten. So mancher Sklavenbesitzer nutzt diesen Umstand entsprechend aus. Für diese Freilassung, manumissio, gibt es mehrere Möglichkeiten:
    Die öffentliche durch einen Beamten (entweder per Edikt oder Eintragung in die Bürgerrolle) oder per Testament.
    Die formlosen (oder prätorischen) durch einen Brief oder eine Erklärung des Besitzers unter Freunden, beim Gastmal, im Zirkus oder Theater.
    Bei allen Freilassungen nimmt der Sklave den Vor- und Gentilnamen seines ehemaligen Herrn an, wobei sein früherer Sklavenname zu seinem Cognomen wird (bekanntestes Beispiel Marcus Tullius Tiro, der ehemalige Sklaver Ciceros)

    Hochzeiten:

    Bei Hochzeiten kommt man nicht umhin die Macht, patria potestas, des Familienoberhaupts, pater familias, zu erwähnen. Dem Familienoberhaupt, natürlich konnten ausschließlich Männer Familienoberhäupter im rechtlichen Sinne sein, stand die volle Herrschaftsmacht (manus) über die Mitglieder seiner familia zu (das waren nicht nur Frau und Kinder, sondern auch die Familien seiner Söhne, freie und unfreie Hausgenossen). Er bestimmte damit nicht nur über das Vermögen seiner familia, sondern konnte auch in gewissen Fällen auch über Leben und Tod in dieser verfügen. Weiterhin bestimmte er auch, wer aus seiner Familie wen heiratete und/oder sich scheiden lassen musste. Das klingt jetzt erstmal hart und grausam, aber auch wenn wir einige Beispiele für das Gegenteil haben, so darf man sich diese Gewalt nicht als Terrorherrschaft vorstellen, da auch die patria potestas durch die Sittenkontrolle eingeschränkt war.
    Wichtig ist an dieser Stelle, dass es bei einer Hochzeit zu einer Übertragung der patria potestas kam. Es wechselte der pater familias der Ehefrau zu dem des Ehemannes und damit auch die Manusgewallt. Es gab zwar auch Eheformen bei denen der pater familias nicht wechselte, diese nannte man manusfreie Ehen, aber zur Zeit unserer Hotseat sind diese die absolute Ausnahme und sie bedeuten auch eine deutlich schwächere Verbindung zweier Familien, da sie durch die einfache Willenserklärung des Mannes geschieden werden konnte. In den Kreisen der Nobilität dürfte sie damals gar nicht vorgekommen sein.
    Hochzeiten wurden in der Regel von den Familienoberhäuptern arrangiert, aber der Anstand gebot, dass man Rücksicht auf das Brautpaar nahm. Mädchen wurden schon mit 12, Jungen mit 14 Jahren heiratsfähig, was aber nur selten bedeutete, dass sie sofort verheiratet wurden. Meist wurde zunächst nur verlobt.
    Im Gegensatz zum klassischen Athen, waren verheiratete römische Frauen als Matronen deutlich angesehener, freier und am öffentlichen Leben beteiligter. Es gab sogar religiöse Kulte an denen nur sie teilnehmen durften (ein Mann konnte mit dem Tode bestraft werden, wenn er es versuchte).
    Ebenso wie die manusfreie Ehe waren Scheidungen zur Zeit unserer Hotseat die absolute Ausnahme und durften nur unter bestimmten Voraussetzungen geschehen, wie wenn etwa die Frau unfruchtbar war. Die erste Scheidung in der römischen Tradition ist da auch grade erstmal 5 Jahre her, was erstaunlich ist, da Ehebruch sogar mit dem Tode bestraft werden konnte.

    Für die Manusehe in Rom gab es drei Möglichkeiten, für die ich keine bessere Kurzfassung wie die auf Wikipedia gefunden habe, weshalb ich das auch einfach von der entsprechenden Seite hier jetzt rüberkopiere. Der Artikel ist ohnehin zu empfehlen:

    Coemptio („Kauf“)

    Bei diesem Ritual wurde die Tochter unter Anwesenheit von fünf Zeugen symbolisch für ein As vom Vater verkauft. Dabei galt in historischer Zeit, dass die Tochter der Ehe zustimmen musste und die Möglichkeit hatte, bei Übergriffen und Missachtung des Gatten mit einer Verletzung der beim Kauf übertragenen Treu- und Schutzpflicht eine Scheidung (emancipatio) zu erwirken, d. h. durch eine Verletzung der Kaufverpflichtungen wird der Kaufvertrag nichtig.

    Cohabitatio bzw. usus („Zusammenleben“ bzw. „Gewohnheit“)

    Bei dieser Eheform hielt der Bräutigam eine Rede, wodurch er die Ehe von einem concubinatus, einer völlig informellen Beziehung abgrenzte. Die patria potestas erlangte der Mann aber erst nach einem Jahr des Zusammenlebens. Der Vorgang entsprach einem Eigentumserwerb durch Ersitzen. Wenn während dieser Zeit die Frau drei Tage hintereinander außer Haus schlief, unterbrach (usurpatio) sie die „Ersitzung“ und verhinderte so, dass sie in die manus des Mannes überging (trinoctis usurpatio oder trinoctium). Danach begann die Einjahresfrist von neuem.

    Confarreatio

    Hauptartikel: Confarreatio

    Die confarreatio war ein sakraler Akt unter Opferung eines Weizenspeltkuchens (far = Spelt, Brot) und war eine nur unter Patriziern übliche Form der Eheschließung. Sie fand in Gegenwart des pontifex maximus, des flamen dialis und von zehn Bürgern statt. Im Laufe dieser Zeremonie wurden auch ein Schaf, Opferschrot und Früchte geopfert.

    Kalender

    Der römische Kalender ist für die Zeit unserer Hotseat nicht wirklich nachvollziehbar (zeitgenössische Quellen setzen erst später ein), und da die Römer bis zu Caears Julianischem Kalender gerne immer wieder mal dran rumgeschraubt haben, kann man nur mir seeeeehr großem Aufwand bestimmen, welcher Jahrestag von 225 v. Chr. zum diesjährigen Tag passt. Das ganze ist heillos kompliziert. Das liegt daran, dass der römische Kalender einem Jahr stets zu wenig Tage zuordnete, weshalb immer wieder ein ganzer Monat zugeschaltet werden musste, mit unterschiedlicher Länge, damit es keine zu großen Verschiebungen gab, denn schließlich richtete sich die Aussaht und Ernte danach. Dazu kam anfangs noch, und wir können nicht genau sagen, wann das umgestellt wurde, dass das Jahr zunächst nur 10 Monate hatte und nicht nach dem Sonnenjahr (wie unser Kalender) sondern nach den Monden rechnete.
    Ich werde also für die Umrechnung diese Internetseite nutzen, um es auch euch zu ermöglichen Daten zu errechnen (und zugegebener Maßen mir die Arbeit DEUTLICH zu erleichtern).
    Was wir allerdings beibehalten werden sind:


    - Der Beginn es Jahres am 1. Martius (1. März), weil wir wissen, dass der Wechsel für den Jahresbeginn zum 1. Januar erst deutlich später kam.

    - Die Namen der Monate:

    - Die Benennung der wichtigen Tage im Monat: Kalenden, Nonen, Iden, (Terminalien). Das waren die Feiertage die jeder Monat hatte, in gewisser Weise das Wochenende der Römer, daher wurden die Tage auch immer so gezählt, dass bis zum nächsten Feiertag gerechnet wurde.
    - Die Marktwoche mit 8 Tagen (bedeutet es liegen immer 7 Tage zwischen den Markttagen, an denen die Landbevölkerung in die Stadt kam und die Stadtbevölkerung sich mit Lebensmitteln versah. Bis auf die ständigen Geschäfte waren die Foren sonst recht leer und wurden für Versammlungen oder anderes genutzt)

    Bei der Zählung werde ich denke ich auch ein Auge zudrücken, wenn ihr Daten nicht immer das "alte" Zeitformat angebt. D. h. ihr könnt auch einfach schreiben am 10. Sextilis statt am 4 Tag vor den Iden des Sextilis (lateinisch: a.d.IV.Id.Sext. Langform: ante diem IV. Idus Sexilis). Das bietet sich in kleineren Privatgesprächen an, da man beim Umrechnen auch immer bedenken muss, dass die Römer Inklusivzählung betrieben, was das ganze wie schon gesagt nicht einfacher macht. Bei offiziellen Anträgen und Angaben sollte man aber zur förmlichen Ausformulierung greifen.

    Das ganze ist für die Hotseat stark vereinfacht, alleine weil schon ich mich teilweise echt schwer damit tue und nicht von einem einfachen Hotseatspieler verlangen kann, dass er das fehlerfrei beherrscht, was nicht mal der Historiker in der Leitung ohne Hilfstabellen leisten kann.

    Naja, ich hab halt dazugeschrieben, dass es der 29. Juli sein wird und dass ich nur ein einfaches Umrechnungsprogramm nutze statt jedes mal selbst ne halbe Stunde auszurechnen welcher Tag es im römischen Kalender war, zumal wir damals auch noch ne Verschiebung von 1-2 Monaten hatten.


    Der ehrwürdige Konsul L. Aemilius Papus ruft die Senatoren dazu auf sich am 4. Tage vor den Kalenden des Sextilis (29. Juli) in der Curia Hostilia zu versammeln, um in der Hauptsache über die Einführung von Goldmünzen zu beraten.


    Der August von Augustus hiess auch noch Sextilis. Ist mir gerade wieder eingefallen, als ich nach den Festen gesucht habe.

    Ich hab mal ne Frage: Wer von euch hat sich denn meine Zusammenfassung durchgelesen? Wäre es besser, wenn ich dafür ein Extra Thema aufmache? Hochzeit und Sklaven kommen noch bis Sonntag.

    Ich muss jetzt ehrlich gesagt gestehen: Wo steht das? Ich habs auch nicht gefunden.


    Fulvier passt die Aussage aus Wikipedia so, Turba?

    Ja das passt so. Ich würde es aber so regeln, dass du den Char abgeben musst, sobald jemand die Fulvier spielen will, da sie damals recht bedeutend waren. Es wäre schon irgendwie komisch, wenn so eine bedeutende Familie dann nur bei dir als Nebenchar auftreten könnte.

    Also, ich fand meine Zusammenfassung, welches Jahr wir haben und welche Ämter es gibt eigentlich ganz gut. Kann es sein, dass ich etwas "berufsblind" gewesen ist und das für jemanden der keine Geschichte studiert hat komplett unverständlich war was ich da geschrieben habe? :?::(

    Naja finde doch noch nen Kumpel, der die Fulvier spielt, aber dass du gleich die ganze Gens der Fulvier mitspielst fände ich etwas hart. Dann mach es lieber so, dass du ihn nur als RP-Char für Nebendinge nutzt, bis einer die Fulvier spielen will.

    PS: Gib mal bitte den Link, wo das steht, dass die so gute Freunde im 3. Jh. v. Chr. waren.

    Über die Einführung von Goldmünzen.



    Da ihn mehrere Senatoren, Klienten und Freunde darum gebeten hatten, sich des Themas der Goldmünzen anzunehmen, ließ der Konsul Lucius Aemilius Papus folgende Bekanntmachung auf dem Forum anschlagen und durch Herolde ausrufen:


    Der ehrwürdige Konsul L. Aemilius Papus ruft die Senatoren dazu auf sich am 4. Tage vor den Kalenden des Sextilis (29. Juli) in der Curia Hostilia zu versammeln, um in der Hauptsache über die Einführung von Goldmünzen zu beraten.