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Angepinnt Plauderecke

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    • Das Thema Klima sollte eigentlich in einen anderen Thread, aber ich möchte hier nur einmal meine Sicht als Chemiker erklären und danach zu einem anderen Thema in der Plauderecke wechseln, bitte:

      Die Erde bzw. Atmosphäre ist ein einziges, riesiges offenes Reaktionssystem, wo jede Sekunde sehr sehr viele Reaktionen ablaufen (niemand kann genau sagen, wieviel und was da genau passiert, da es zu viel für die menschliche, aber auch für maschinelle Vorstellungskraft ist). Sei es die Bildung und Zerfall von Ozon, Kondensation, saurer Regen usw..

      Jetzt stellt sich die Frage: Machen die vom Menschen ausgestossenen Treibhausgase eine stetige Temperaturerhöhung global aus? Die Moleküle CO2, CO, NO, NO2, N2O, CH4, SF6 oder die aus den 90ern bekannten FCKWs sind vermehrt in die Atmosphäre ausgestossen worden, wobei sie zusammen mit den Edelgasen Helium, Neon, Krypton, Xenon nur 0.07% der Atmosphäre ausmachen. Argon kommt hingegen zu 0.93% in der Atmosphäre vor, weil das Isotop 40K auf natürliche Weise zerfällt und als elementares Argon endet, dessen Kalium-Kation ja wichtiger Bestandteil unseres Körpers und dessen Funktionen ist. Jeder Mensch strahlt also, je älter er wird. :)

      Weil aber die Treibhausgase so wenig ausmachen und weil extrem viele verschiedene Reaktionen resultieren können, kann kein Modell in einem Computer alle möglichen Parameter in einer oder mehreren Gleichungen einbauen, da es einerseits die Kapazität überlasten würde und andererseits wissen wir immer noch zu wenig. Es ist eine sehr gute Theorie, ja, man sieht sich die Bilanz seit 1850 bis heute an, wieviel gebundener Kohlenstoff als CO2 freigesetzt wurde, aber da laut Popper (Grüsse an alle Österreicher an dieser Stelle) eine Theorie nur falsifizierbar (abzulehnen) ist, nicht verifizierbar, würde aufgrund der jetzigen Wissenslage die Theorie eher abgelehnt werden, sobald nur ein Detail falsifizierbar wäre. Man bräuchte mehr Daten, mehr Erkenntnisse, wie und ob die Treibhausgase in der Atmosphäre einen Unterschied ausmachen können und wie man komplexere Klimamodelle modellieren könnte. Aber auch dann kann die Theorie vorläufig nicht abgelehnt und solange beibehalten werden, bis eines Tages ein anderer Forscher mit einer besseren Theorie daherkommt und eine Änderung der Sichtweise (Stigmawechsel) herbeiführt. Also nochmals kurz gesagt: Das Reaktionssystem der Atmosphäre ist für uns Menschen und Computer immer noch zu komplex, um sich einen guten Überblick mit vernünftigen Prognosen zu verschaffen.
      "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren, wie aus einer Quelle, Zufriedenheit in sein Leben."

      - Plutarch
    • Man kann die Sache ja umgekehrt anpacken: Egal ob es einen menschengemachten Klimawandel gibt oder nicht, Fakt ist, dass sich die Erde erwärmt. Dass das jetzt nicht unbedingt optimal für unsere derzeitige Lebensweise ist, braucht man wohl auch nicht sagen.
      So, und jetzt ist die Frage, ob wir mit unseren Mitteln etwas gegen diese Erwärmung tun können. Wir könnten zB große Waldflächen bestehen lassen, weil diese das Klima stabilisieren. Es gibt da auch so eine ominöse Theorie, dass CO² für eine Erwärmung verantwortlich sein könnte. Wir können sie jetzt nicht wirklich widerlegen, dh wir könnten doch einfach mal überlegen, wie wir unseren Ausstoß reduzieren. Ihr wisst schon, nur um sicher zu gehen.
      ODER wir GLAUBEN einfach nicht daran, dass wir überhaupt etwas machen können und tun nix anders als bisher. Mal sehen was da raus kommt. Unter Umständen können wir dann in 2000 Jahren sagen: "Ha! Ich habs euch ja gesagt, dass wir auch so überleben."
      Aussagen die ich als Mod tätige sind in kursiv gehalten.


      NUTS!
      -Anthony McAuliffe
    • Ich müsste nochmals recherchieren bezüglich einigen Studien, wieviel gebundener Kohlenstoff seit der Industrialisierung, zusätzlich durch den Menschen verursacht, in die Atmosphäre gebracht wurde. Aber ja, den Ausstoss zu reduzieren, ist das Beste, was wir machen können in Zukunft. Erdöl braucht ja mehrere Millionen Jahre, bis es entsteht und wir Menschen haben innert 150 Jahren einen Grossteil davon verbraucht. Jedenfalls ist es nicht einfach, ein so grosses Untersuchungsobjekt wie die Erde mit ihrer Atmosphäre zu untersuchen und plausible Prognosen zu erstellen.
      "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren, wie aus einer Quelle, Zufriedenheit in sein Leben."

      - Plutarch
    • Naja wir können auch nichts machen Wolran , denn selbst wenn die ganze EU klimaneutral wäre , so wäre das im Vergleich mit dem was die USA , Russland oder China trotzdem weiter raus pumpen schlicht egal .

      Theorien sind Glaubensmodelle , also in etwa so präzise wie das alte Testament als historischer Tatsachenbericht taugt .

      Das alles wäre ja auch überhaupt nicht weiter dramatisch , wenn unsere Medien nicht wie irre diese Theorie als Fakt hinstellen würde , worauf die halbe Bevölkerung die große Flatter bekommt und völlig übereilte Entscheidungen einfordert die am Ende mehr Schaden anrichten als das sie sie verhindern .

      Ich denke da immer gerne an Grünland (Grönland) , das von ca. 1000 bis 1400 von den Wikingern besiedelt wurde . Ihnen gelang neben Viehzucht auch etwas Ackerbau , und am Ende brach die Kaltzeit sehr schnell und unerwartet über sie herein , so das sie am Ende ihre Kolonie aufgeben mussten .
      Es gilt heute als wissenschaftlich erwiesen das die Wikinger ihre Schiffe nicht mit Schweröl angetrieben haben , oder sich Waren gerne haben einfliegen lassen . :)

      Bis Grönland wieder grün ist wird es vermutlich noch ein paar Jahre dauern , aber anhand dieses Beispiel kann man sehr anschaulich sehen das die Realität so wie sie gerne im Fernsehen oder bei Klimakunde am Freitag eben nicht ist .
    • Ja, die Erde hat Warm- und Kaltzeiten. Aber was sonst immer mehrere Jahrtausende dauert erzeugen wir in wenigen Jahrzehnte. Und das Problem ist auch nicht das es konstant 2 Grad wärmer werden würde sondern das extreme Wetterereignisse zunhemen.
      Aber wir könnten auch nichts tun weil bis wir in 60/70 Jahren sterben wirds schon noch gut gehen.
      Deutschlands Schicksal: Vor dem Schalter zu stehen. Deutschlands Ideal: Hinter dem Schalter zu sitzen.
      Kurt Tucholsky
    • Man darf einfach nicht vergessen: Eigentlich sollten Theorien ein Gedankenkonstrukt von (Hypo)Thesen sein, die solange gelten, bis sie durch bessere Theorien widerlegt werden. Einzig Naturkonstanten gelten als bestätigt bzw. noch... man weiss ja eben nie... :D
      Man muss grundsätzlich alles immer kritisch hinterfragen. Bei der Religion kann man auch hinterfragen, aber einen Glauben zu widerlegen kann man per se nicht, weil ein Glaube von losgelösten (absoluten) Behauptungen ausgeht, die man wissenschaftlich nicht mit der empirischen Methodik widerlegen oder bestätigen kann. Letztlich sollte ein Glaube gewisse gute moralische Vorstellungen vermitteln und psychologisch die Menschen unterstützen, die Kraft brauchen, um etwas in ihrem Leben zu verarbeiten und nach vorn zu sehen.
      "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren, wie aus einer Quelle, Zufriedenheit in sein Leben."

      - Plutarch
    • Deswegen glaube ich ja auch an das allwissende Spagetti Monster im Himmel.
      Konnte mir noch niemand widerlegen. Seine Wege sind unergründlich…

      Was aber wirklich nachweisbar ist, ist die Verschmutzung und die Systematische Zerstörung der Natur durch den Mensch. Ich fände es schade wenn meine Kinder in solch einer Welt aufwachsen würden. Aber den meisten Menschen ist eh egal was in 40-50 Jahren ist. Hauptsache es geht einem gut. Scheiss auf das was noch kommt.
      Melius est enim mori, quam vivere stantem genu
      Es mejor morir parado que vivir arrodillado
    • Äh, Leute wie wäre es mit einem eigenen Thread dafür, oder halt in den Politikthread damit. Und ganz ehrlich, ich hab nur kurz übers Wetter geredet und gleich so ne Diskussion. Warum kann das net bei anderen Dingen passieren?
      Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.
    • Plastik in den Meeren hat nichts mit der Klimaerwärmung zutun . Tatsächlich ist das sogar ein völlig anderes Thema , nämlich 'Umweltschutz .
      Umweltschutz und Klimaschutz haben zwar hier und da Berührungspunkte , unterscheiden sich aber dennoch deutlich voneinander .

      Was Glauben an sich angeht gebe ich Marko recht , was man aber sehr schön beobachten kann ist das die Anhänger des Glaubens an den menschengemachten Klimawandel auf breitester Front immer mehr sektirische Züge annehmen .
      Mit Klima-Gretel haben sie sogar ihre erste Schutzheilige und ich hoffe inständig das das Mädchen am Ende nicht den Weg aller Heiligen gehen muss um ihre Bewegung zu stärken .
    • Ich finde man kann gar nicht genug über Umweltschutz reden. Sollte viel mehr Thematisiert werden. Klimawandel hin oder her (ich weiss selber nicht was ich da glauben soll) Die Verschmutzung und das Artensterben ist klar Menschengemacht. Und da alle mitmachen müssen um auch nur ansatzweise was zu ändern kann es nicht schaden das immer und immer wieder anzusprechen.
      Melius est enim mori, quam vivere stantem genu
      Es mejor morir parado que vivir arrodillado
    • Die Macht des Verbrauchers und des bewussten Konsums kann da schon einiges reißen .
      Das fängt beim Mülltrennen an und geht über das verweigern von Plastikbechern , Kaffetabs und ähnlichen zivilisatorischen Irrläufern wir eingeschweißtes Gemüse , Einwegflaschen usw. weiter .

      Leider aber gilt auch hier das Deutschland (Österreich + Schweiz) alleine so gut wie gar nicht ins Gewicht fallen .
      Wenn man das Plastik schonend aus den Weltmeeren bekommen könnte , hätte man vermutlich eine gewaltige Rohstoffquelle für Kunststoff .

      Bewusstsein schaffen ohne erhobenen Zeigefinger und Motivationsbeschleunigern beim freiwilligen Verzicht auf das Eine oder Andere wären da vermutlich eine gute Strategie .

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