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Geschichtstime!

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    • Geschichtstime!

      Ich weiß nicht in welcher Kategorie ich es unterbringen soll. Ich mache es einfach mal hier.

      Ich habe mir überlegt das hier vielleicht ein paar Geschicht(sex)perten etwas zum Thema Rom z.b entstehung,Kriege,wichtige Personen,funktion des Senates, von der Republik ins Kaiserreich, Wie waren die Schlachttaktiken(könnte man gut mal in Rome2 ausprobieren;)) oder so... reinschreiben. Damit Geschichtsinterresierte (wie ich) was dazulernen können.

      Oder man könnte hier auch ein paar Geschichtliche disskusionen führen.So können vieleicht ein paar Leute mit viel Vorwissen sich in die Schlacht stürzen. Besonders Interresiert mich auch Ausrüstung und Bewaffnung der Legionäre. Damit meine ich nicht die Klassischen sondern auch von Principes oder Hastati. Also lasst mal was hören...!

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    • Mein lieber HerzogMo. Ich bin ein erfahrener und leidenschaftlicher Geschichtsexperte. Wenn du selber Fragen hast zu etwas Antikem, dann nur zu. Ich werde versuchen, sie zu beantworten.

      Hier mal die Erklärung zum römischen, prä-mariusischen Militarismus :

      Die 1. Linie bildeten die Fernkämpfer, die Velites, meistens Bauern aus der Peripherie Roms.
      Die 2. Linie waren die Hastati, die leicht bewaffneten Nahkämpfer. Dann kamen die Principes, die mittleren Nahkämpfer. Sie waren Bürger Roms und ausgebildete Soldaten.
      Die besten waren die Triarii, die Speerkämpfer. Sie waren teils Adlige und teils Bürger Roms.
      Die Kavallerie, die Equites oder auch Eques genannt, waren römische Ritter, die in den Adelsstand erhoben wurden. Die gesamte Armee hatte einen grossen Tross, da vor der Reform Marius' die Soldaten NIE die Waffen und Ausrüstung selber tragen mussten. Sonst gab es noch die Söldner, die jeweils nach Erfahrung und Stärke in die römischen Reihen eingeteilt wurden.

      Mein Wissen bezieht sich auf meinen gesamten Lateinunterricht und persönliches Interesse. Im nächsten Beitrag erläutere ich die Legionarii, die "Maultiere des Marius" ...
      "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren, wie aus einer Quelle, Zufriedenheit in sein Leben."

      - Plutarch
    • Marius :

      Der mehrmalige Konsul Gaius Marius musste das röm. Heer reformieren, da Letzteres gegen die Kimbern, Teutonen und Ambronen im Süden Frankreichs gescheitert war.
      Zuerst brauchten die Soldaten neue Ausrüstung :

      Das Kettenhemd, das leichte Angriffe abwehren soll.

      Der Helm mit seiner bekannten Form soll den Träger besser vor Kopfangriffen schützen als andere, ehemalige Helme der Römer.

      Der wichtigste Teil ist die Brustrüstung und dazugehörende Beinschoner etc.
      Das allein wog bis zu etwa 30kg --> Immobilität, Einschränkung !!!

      Dann gab es noch normale Sandalen, unter der Rüstung leichte Bekleidung.

      Zu den Waffen :

      Der Speer, auch Pilum genannt, ist sehr elastisch und dient zur ersten Phase des Angriffs auf Gegner auf kurzer Distanz.

      Das Kurzschwert, Ferrum genannt, dient zum Nahkampf natürlich.

      Der Schild des Legionärs ist rechteckig und wenig gebogen und bietet optimalen Schutz vor stärkeren Angriffen und Pfeilen. Wird gebraucht zur Schildkrötenformation !!!

      Diverses :

      Jeder Legionär musste seine eigene Ausrüstung und Materilaien SELBER auf den Schultern tragen --> Maultiere des Marius !!!
      Alles zusammen wog zwischen 40 und 50 Kilogramm !!!

      Durch diese Reform gelang es Marius, die Germanen in der Nähe von Marseille anzugreifen auf flachem Felde, wo nur dann die Legion am effizientesten war, und endgültig zu vernichten. Die 3 germanischen Völker wurden vollkommen vernichtet.
      Jahre später musst Numidien auch dran glauben.

      Caesar selber setze IMMER NUR die Legionäre ein. Nur so gewann er den römischen Bürgerkrieg und auch mit Intrigen, Verschwörungen, Morden etc. :D
      Sein Widersacher Pompeius Magnus setzte praktisch nur auf Söldner und die alte, hergebrachte römische Armee...

      Das war es erstmal von mir.
      Bis zum nächsten Mal.

      Mastercommander
      "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren, wie aus einer Quelle, Zufriedenheit in sein Leben."

      - Plutarch
    • Mastercommander schrieb:

      Marius :

      Der mehrmalige Konsul Gaius Marius musste das röm. Heer reformieren, da Letzteres gegen die Kimbern, Teutonen und Ambronen im Süden Frankreichs gescheitert war.
      Zuerst brauchten die Soldaten neue Ausrüstung :

      Das Kettenhemd, das leichte Angriffe abwehren soll.

      Der Helm mit seiner bekannten Form soll den Träger besser vor Kopfangriffen schützen als andere, ehemalige Helme der Römer.

      Der wichtigste Teil ist die Brustrüstung und dazugehörende Beinschoner etc.
      Das allein wog bis zu etwa 30kg --> Immobilität, Einschränkung !!!

      Dann gab es noch normale Sandalen, unter der Rüstung leichte Bekleidung.

      Zu den Waffen :

      Der Speer, auch Pilum genannt, ist sehr elastisch und dient zur ersten Phase des Angriffs auf Gegner auf kurzer Distanz.

      Das Kurzschwert, Ferrum genannt, dient zum Nahkampf natürlich.

      Der Schild des Legionärs ist rechteckig und wenig gebogen und bietet optimalen Schutz vor stärkeren Angriffen und Pfeilen. Wird gebraucht zur Schildkrötenformation !!!

      Diverses :

      Jeder Legionär musste seine eigene Ausrüstung und Materilaien SELBER auf den Schultern tragen --> Maultiere des Marius !!!
      Alles zusammen wog zwischen 40 und 50 Kilogramm !!!

      Durch diese Reform gelang es Marius, die Germanen in der Nähe von Marseille anzugreifen auf flachem Felde, wo nur dann die Legion am effizientesten war, und endgültig zu vernichten. Die 3 germanischen Völker wurden vollkommen vernichtet.
      Jahre später musst Numidien auch dran glauben.

      Caesar selber setze IMMER NUR die Legionäre ein. Nur so gewann er den römischen Bürgerkrieg und auch mit Intrigen, Verschwörungen, Morden etc. :D
      Sein Widersacher Pompeius Magnus setzte praktisch nur auf Söldner und die alte, hergebrachte römische Armee...

      Das war es erstmal von mir.
      Bis zum nächsten Mal.

      Mastercommander


      thx für die info
    • Jo super das sind schon mal viele informationen. Da ich mich vorher auch ein bisschen informiert habe kannte ich zum beispiel die Schlachtaufstellung der alten Armee, wusste aber nicht ob die informationen stimmen jetzt habe ich gewissheit:D. Diese Schlachtformation habe ich auch mal in die Mod Rome Total War Realism getestet und die hat auch ganz gut geklappt. War halt nur sehr devensiv, aber die KI beschwert sich ja eh nicht:p.

      Ich hätte da schon ein nächstes Thema. Könntest, du oder jemand anderes, mal die Ausrüstung der frühen Armee sagen ?. Bei den Legionen weiß ich ja das da die Soldaten meistens Identisch waren, aber bei den Hastati und Principes mussten die ja die ausrüstung selber kaufen.
    • Mastercommander schrieb:

      Marius :

      Der mehrmalige Konsul Gaius Marius musste das röm. Heer reformieren, da Letzteres gegen die Kimbern, Teutonen und Ambronen im Süden Frankreichs gescheitert war.
      Zuerst brauchten die Soldaten neue Ausrüstung :

      Das Kettenhemd, das leichte Angriffe abwehren soll.

      Der Helm mit seiner bekannten Form soll den Träger besser vor Kopfangriffen schützen als andere, ehemalige Helme der Römer.

      Der wichtigste Teil ist die Brustrüstung und dazugehörende Beinschoner etc.
      Das allein wog bis zu etwa 30kg --> Immobilität, Einschränkung !!!

      Dann gab es noch normale Sandalen, unter der Rüstung leichte Bekleidung.

      Zu den Waffen :

      Der Speer, auch Pilum genannt, ist sehr elastisch und dient zur ersten Phase des Angriffs auf Gegner auf kurzer Distanz.

      Das Kurzschwert, Ferrum genannt, dient zum Nahkampf natürlich.

      Der Schild des Legionärs ist rechteckig und wenig gebogen und bietet optimalen Schutz vor stärkeren Angriffen und Pfeilen. Wird gebraucht zur Schildkrötenformation !!!

      Diverses :

      Jeder Legionär musste seine eigene Ausrüstung und Materilaien SELBER auf den Schultern tragen --> Maultiere des Marius !!!
      Alles zusammen wog zwischen 40 und 50 Kilogramm !!!

      Durch diese Reform gelang es Marius, die Germanen in der Nähe von Marseille anzugreifen auf flachem Felde, wo nur dann die Legion am effizientesten war, und endgültig zu vernichten. Die 3 germanischen Völker wurden vollkommen vernichtet.
      Jahre später musst Numidien auch dran glauben.

      Caesar selber setze IMMER NUR die Legionäre ein. Nur so gewann er den römischen Bürgerkrieg und auch mit Intrigen, Verschwörungen, Morden etc. :D
      Sein Widersacher Pompeius Magnus setzte praktisch nur auf Söldner und die alte, hergebrachte römische Armee...

      Das war es erstmal von mir.
      Bis zum nächsten Mal.

      Mastercommander




      Und die Legionäre waren dann ja auch Berufsoldaten im gegensatz zum Alten heer das bestand doch aus einer Wehrpflicht oder?
    • Ich habe vor ein paar Monaten eine schriftliche GFS in der Schule über das Imperium Romanum gemacht :D
      Falls Interesse besteht, kann ich es ja irgendwo hochladen. Habe eine 2 dafür bekommen ^^

      Da erfährt man aber weniger was von Schlachttaktiken oder sowas. Es ist eher eine dartsellenende Arbeit bei der man einen groben geschichtlichen Überblick über das römische Reich bekommt. Von der Gründung Roms bis zum Zerfall. Und dann wurden noch ein paar der wichtigeren Kaiser näher behandelt.

      Einfach eine PN bei Interesse ;)

      HerzogMo schrieb:

      Und die Legionäre waren dann ja auch Berufsoldaten im gegensatz zum Alten heer das bestand doch aus einer Wehrpflicht oder?


      Ja, nach der Reform war es eine Berufsarmee. Und es war sogar die erste Berufsarmee weltweit^^
      [FONT="Times New Roman"][SIZE="4"][COLOR="Red"]Semper Victor Romanae legiones - Legio XIII Gemina ![/COLOR][/SIZE][/FONT]

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Centurio ()

    • Letzte Reform der Armee

      Hier kommt noch die letzte Militärreform :

      Als Konstatin Kaiser war, wusste er, dass er eine Reform durchführen sollte in der Armee, da ja zurzeit die grosse Völkerwanderung war und Rom immer in Gefahr war, da die Barbaren immer grausamer, brutaler und besser wurden gegen die Legionäre, die straff immer dieselben Taktiken anwandte. Er wollte ein wendiges, starkes und ausgewogenes Heer aufstellen v.a. Am Limes gegen das Barbaricum.

      Die neuen Beruffssoldaten heissen "Comitatenses", bedeutet "Gefährten" vom lat. "Comes" abgeleitet. Sie hatten dieselben Waffen wie die Legionäre, ABER :

      1. Sie besassen nun ein Rundschild, das leichter und robuster war als das alte Schild.

      2. Viel weniger Rüstung : Comitatenses trugen leichte Seidenbekleidung und eben Kettenhemde, sonst nix. Das diente zur Flexibilität.

      3. Das Heer wurde durch grosse, germanische, einbezogene Söldner verstärkt, die vor allem an der Grenze patrouillierten und den Römern zeigten, wie ihre eigenen Landsleute kämpften. Doch Westrom hatte keine Vorteile und wurde regelrecht verraten von den Söldnern.

      Westrom ging 476 unter, da ALLE germanischen Völker, die auswanderten, Westrom überfielen und plünderten. Ostrom hatte nur einmal für 2 Jahre Ostgoten am Hals, das sie vertrieben haben und die Sassaniden im Osten, die dann Mitte 7. Jahrhundert von den Mohammedanern vernichtet wurden. (632 Tod Mohammeds und Beginn des Islams)

      Nur durch das Glück, nicht von vielen Völkern überrannt worden zu sein, überlebte Ostrom "Byzanz" bis 1452.

      Die Comitatenses wurden nicht mehr lange eingesetzt und fanden keine Verwendung mehr in Ostrom. So kamen bald die üblich bekannten Ritter und Soldaten des Mittelalters.

      Wenn ihr einen Wunschartikel wollt, bitte hier posten.
      Auf's nächste Mal !!!

      Mastercommander
      "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren, wie aus einer Quelle, Zufriedenheit in sein Leben."

      - Plutarch
    • Es gab im Senat mehrere Ämter. Ich fange vom niedrigsten an und komme dann zum höchsten :

      Der Quästor ist der Schatzmeister, zuständig für Finanzen.
      Der Ädil verwaltet die Staatsarchive und Dokumente.
      Der Prätor ist der Richter.
      Der Censor zählt die Bevölkerung und schaut für Recht und Ordnung im Staate -> Repression
      Der Pontifex Maximus ist der höchste Priester und religiöses Oberhaupt. Der gleiche Titel hat der Papst heute.
      Der Konsul ist der Befehlshaber der Armee und besitzt ausserordentliche Vollmachten. Es gab immer 2 Konsuln, ausser eben bei Caesar :D

      Wenn aber Rom in einer Krise war, wurde vom Senat ein Senator zum Diktator auf ein Jahr ernannt durch Mehrheitsbeschluss. Er hatte die absolute Macht in Rom und für diese Zeit der Senat nicht mehr. Er ernennt dann einen Reiteroberst als seine sozusagen rechte Hand.
      Ob der Diktator seine Macht dann wieder abgeben will oder nicht, ist in der Geschichte immer fraglich gewesen... :dry:

      Es gab noch kleinere, andere Ämter, aber die waren nicht so entscheidend wie diese hier und die möchte ich auch jetzt nicht nennen... :)

      Im Senat waren hauptsächlich Adlige und Politiker der höheren Schicht und ältere Menschen. Es gab jeweils einen Sprecher, der jeweils die Tagesordnungen etc. vorlas. Wenn der Senat in der Curia, der Senatsversammlung in einer halbrunden Halle auf dem Forum Romanum in Rom, tagte, war beliebig festgelegt worden. Ziel war es, eine Republik anzuführen, Entscheidungen zu treffen und alles unter Kontrolle zu haben. Durch Senatsbeschlüsse wurden Gesetze ausgeführt, Kriege entschieden, Steuern erhoben und so weiter und so fort...
      Aber auch jeder Senator durfte durch Reden und Anschuldigungen die Meinungen beeinflussen, was ja eigentlich immer passierte...

      Der Senat und die römische Republik SPQR basierten auf den Zwölftafelgesetzen, die von den Griechen geschrieben wurden, als Rom den letzten König, aus etruskischer Adelslinie stammend, vertrieben wurde. Er hiess Tarquinius Superbus, der Hochmütige.

      Bis bald !!!

      Mastercommander
      "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren, wie aus einer Quelle, Zufriedenheit in sein Leben."

      - Plutarch
    • Und wurden die Ämter jedes jahr neu gewählt? Also beim Konsul weiß ich das jedes jahr neu gewählt wurde, ein Konsul konnte aber soweit ich weiß wiedergewählt werden wie bei Marius.

      Mich interessiert das weil ich das für die Politik,Intrigen in Rome 2 wissen will. z.b wenn man Censor ist steht man dann auch von der Macht und den Befugnissen über z.b den Prätor? Es gab ja richtig Krieg unter den Senatoren um die Posten. Haben die hohen Posten mehr Stimmrecht als die weniger bedeutsamen? Konnten alle Senatoren zu z.b einen Krieg ihre meinung geben oder war das nur für die hohen Posten bestimmt, Ich verstehe nehmlich nicht warum unter den Senatoren so ein Wettkampf um die hohen Posten entstand.Die müssen doch mehr vorteile bringen als die Aufaben die man dann machen muss.
    • Erstmal guter Beitrag Mastercomander,
      aber du hast die Volkstribunen vergessen, die eine Vertretung für das einfache Volk (den Pleps) darstellten und einen Veto gegen ein Gesetz einlegen konnten, was dem Volk schaden könnte. Die Volktribunen wurden nach den Kämpfen zwischen den Patriziern und den Pelbejern eingeführt, vorher hatte das einfache Volk kaum Einfluss auf die Politik Roms.
      Zusammenfassend würde ich also nicht sagen, dass sie zu den kleineren Ämtern gehörten, da sie schon eine gewisse Macht besaßen.

      @HerzogMo
      Die meisten Ämter wurden jährlich gewählt, bis auf die beiden Censoren, die in der Regel alle fünf Jahre für 18 Monate gewählt wurden, und den Pontifex Maximus, der auf Lebenszeit gewählt wurde.
      Ein ungleiches Stimmrecht im Senat selbst gab es nicht. Allerdings konnte ein Prätor zum Beispiel einen Quästoren einfach beim Reden übergehen, dieser musste dann warten bis der höher gestellte Senator mit seiner Rede fertig war. Das wichtigste an den Ämtern war später weniger es auszuüben, sondern es inne gehabt zu haben, da man so einen höheren Status im Senat genoss, als ehemaligem Konsul wurde einem eher zugehört als einem "jungen" Senator. Im Senat spielten Beziehungen und Einfluss oft eine größere Rolle als Können.

      Wenn noch etwas unklar sein sollte frag ruhig.
    • Simplex acies

      HI, ich dachte mir, ich kann einfach mal ein paar Schlachttaktiken bzw. Schlachtformationen der Römer erklären oder vorstellen.
      Anfangen möchte ich mit der Simplex acies (einfache Linie)

      Zuerst erkläre ich die Namensgebung: Die Römer nannten ihre Schlachtlinie acies und wie die Latainer;) jetzt bemerkt haben, bedeutet acies auch "die Schneide eines Schwertes" (wie passend :laugh:) Nun die Simplex acies wurde sehr oft eingesetzt, da man sie leicht und schnell bilden konnte.
      In der späten Republik wurde sie dann aus Notwendigkeit benutzt, da die Armeen sehr klein waren und kaum eine andere Formation bilden konnten.
      Die Simplex acies ist eine aneinanderreihung von Kohorten, also lediglich eine gerade, lange Linie von Männern.
      Man benutzte sie, wenn der Gegner eine größere Streitmacht hatte, oder wenn er mobiler war als die eigenen Truppen.
      Mit der Simplex acies konnte eine Überflügelung der Truppen verhindert und der Feind leichter eingeschlossen werden. Im Idealfall umschlang man den Gegner mit seiner breiten Formation.

      Bei der Schlacht von Ruspina 46. nChr. bildeten die römischen Truppen, mangels Einheiten eine Simplex acies. Der Feind drängte die Römer zusammen, sodass sich zwei Kreise bildeten. Im inneren befanden sich die Römer, im äußeren ihre Gegner, ihr Ende schien nahe.
      Doch da befahl der Anführer, an zwei Stellen des Kreises auszubrechen, die Armee der Gegner wurde in zwei Teile gespalten, und in der Mitte befand sich wieder die Simplex acies der Römer, Caesar befahl jeder zweiten Kohorte sich umzudrehen. So entstand eine dublex acies (Zwei Linien) und die Schlacht war gewonnen (mehr oder weniger)

      Natürlich kann die Bildung der Simplex acies auch voll in die Hose gehen, denn bei manchen Schlachten wurde die Linie zu dünn gehalten, und sie zerbrach in mehrere Linien. Die Folgen waren fatal.
      [CENTER]"Kamerad, sei still! Wenn es einen trifft, dann mich zuerst!"
      Der hinkende Apostel [/CENTER]

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