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Naher Osten (ISIS vor allem)

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    • Naher Osten (ISIS vor allem)

      Ich glaube der Titel sagt schon alles.
      Ja es gab ja grade Meldungen das die ISIS Grenzposten zu Jordanien erobert haben. Jordanien hat anscheinend die Armee Teilmobilisieert.
      Was haltet ihr von der Situsation? Was wird die USA machen? Irgendetwas muss ja getan werden spätestens wenn Bagdad erobert wird.
      [CENTER]"Do you not know death when you see it, old man? This is my hour! You have failed. The world of men will fall."

      The Witch-King to Gandalf in the The Return of the King.[/CENTER]

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    • Die USA sollten politischen Druck dahingehend ausüben, dass im Irak ein Präsident an die Macht kommt, der dafür sorgt, dass es zu einem echten Ausgleich zwischen allen Bevölkerungsgruppen (Schiiten, Sunniten und Kurden) kommt.

      Damit würde Isis der personelle und propagandistische Nachschub (Besserstellung der Sunniten gegenüber den Schiiten) abgeschnitten.

      Der momentane Präsident al Maliki hat vor allem seine schiitische Klientel bedient.
      Wenn Du Dich mit dem Teufel einlässt, verändert sich nicht der Teufel, der Teufel verändert Dich! (SiTD - Snuff Machinery)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Marcus Iunius Brutus ()

    • Ja, ja, die US und A. Als ob so eine "Terrororganisation" einfach so mir nichts dir nichts aus dem Untergrund kommt und das ganz Land erobert. Ich frag mich, was für Waffen die benutzen. Sind womöglich sogar deutsche.

      Im nahen Osten wird niemals Frieden einkehren, solange man nicht die Finanz- und Waffenquelle solcher Organisationen stopft. Das wird aber schwierig, weil die woanders sitzen, teilweise sogar im Westen. Jeder, der nicht den Horizont einer Eintagsfliege besitzt, muss erkennen, dass es eindeutig mächtige Menschen gibt, die Interesse daran haben, dass es im nahen Osten weiterhin ständig kracht.

      Divide et impera - immer noch.

      PS: Nein, theoretisch muss nichts getan werden. Die Rolle der USA als Weltpolizei ist vorbei und die künstlich gezogenen Grenzen alter Kolonien brechen überall auf. Das Volk vor Ort sollte das mit sich selbst ausmachen. Wir wollen nicht vergessen, wer für für einen großen Teil der Unruhe dort unmittelbar schuld ist.
      "Entweder wir finden einen Weg oder wir schaffen einen." - Hannibal Barkas (LPs, Commentaries etc.)
      "http://www.youtube.com/channel/UCiUOhiQCDeL4boH0paxLAmg"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hannibal Barkas ()

    • Die Crux mit der Nahostpolitik der USA ist, dass die nie wirklich Politik über den Augenblick hinaus machen.

      Maliki und Karsai wurden in Irak und Afghanistan inthronisiert, obwohl schon damals der US-Regierung gesagt wurde, dass die in ihrer Heimat nur bei Ihrer Gruppe Rückhalt haben, aber keine Repräsentanten des Gesamtvolkes sind.

      Und die USA sollten endlich mal die Politik der Saudis durchleuchten... ;)
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    • Natürlich setzen sie Marionetten ein, die keinen Rückhalt in der Bevölkerung haben. Damit bleiben sie schön abhängig.

      Die Saudis sind Verbündete der USA. Durchleuchten muss man die auch gar nicht. Es ist eigentlich jedem klar, was die so treiben.
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    • Ich meinte mit USA eher die Bevölkerung und nicht die Regierung.

      Die weiss um die Terrorverstrickung der Saudis ist aber wegen Big Oil Business schön still. ;)

      Hannibal Barkas schrieb:

      ...

      PS: Nein, theoretisch muss nichts getan werden. Die Rolle der USA als Weltpolizei ist vorbei und die künstlich gezogenen Grenzen alter Kolonien brechen überall auf. Das Volk vor Ort sollte das mit sich selbst ausmachen. Wir wollen nicht vergessen, wer für für einen großen Teil der Unruhe dort unmittelbar schuld ist.


      Ich wäre geneigt Dir zuzustimmen, die Staatsgrenzen sind in der Kolonialzeit willkürlich ohne Rücksicht auf Volkstum und Konfession gezogen worden.

      Das Problem ist nur, dass bei einem Religionskrieg im Irak die Nachbarstaaten, insbesondere der Iran hineingezogen werden und ein ganz grosser Flächenbrand entstehen kann.
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    • Marcus Iunius Brutus schrieb:

      Ich wäre geneigt Dir zuzustimmen, die Staatsgrenzen sind in der Kolonialzeit willkürlich ohne Rücksicht auf Volkstum und Konfession gezogen worden.

      Das Problem ist nur, dass bei einem Religionskrieg im Irak die Nachbarstaaten, insbesondere der Iran hineingezogen werden und ein ganz grosser Flächenbrand entstehen kann.


      Die USA können meiner Ansicht nach wirklich gar nichts tun, um die Sache zu verbessern (mal angenommen, dass sie nicht selbst gezielt eskalieren). Sie werden von so gut wie allen Parteien (berechtigterweise) als Invasoren angesehen. Was der Westen tun kann, ist die Finanzquellen (Saudi Arabien, Katar, etc.) und die Waffenquellen (Europa, USA, Russland) zu versiegeln. Aber das wird nicht geschehen, weil die Parteien eben nicht so klar einzuordnen sind, wie die Medien uns weismachen wollen.
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    • Ich dachte eigentlich eher an die UN.

      Es gab in der Vergangenheit UN-Generalsekretäre, die außenpolitisch engagierter waren und die UN versucht und verstanden haben politisch aufzuwerten.

      Eine Lösung wäre nur möglich unter Einbeziehung der regionalen Hegemonialmächte (Iran!).

      Im Syrienkonflikt wäre zur Kenntnis zu nehmen, dass Assad, auch wenn er ein Diktator ist, Rückhalt in der Bevölkerung haben muss, andernfalls wäre er jetzt schon längst weg.

      Jedenfalls ist es unrealistisch, eine Lösung ohne ihn anzustreben und weiter die 100 syrischen Rebellengruppen mit Waffen zu versorgen.

      Wäre der Bürgerkrieg in Syrien zuende, würden auch die Waffenquellen, um einen weiteren im Irak in Gang zu setzen weg.

      Eins ist jedenfalls klar:

      Man kann nicht 1 zu 1 westliche Ideen im Nahen Osten umsetzen.

      Voraussetzung wäre eine grosse, gut gebildete Mittelschicht, die dort nicht vorhanden ist.

      Auch in Westeuropa hat sich diese erst langsam entwickelt...
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    • Warum soll man überhaupt westliche Ideen im nahen Osten umsetzen? Wie geht das überhaupt und hat das in irgendeinem Land mal geklappt? Europa hat einen Haufen blutiger Revolutionen und zwei Weltkriege gebraucht bis es vom Krieg (im eigenen Land versteht sich) die Nase voll hatte.

      Von der UN halte ich herzlich wenig. Auch da frage ich mich, wie viele erfolgreiche Missionen, die überhaupt durchgeführt haben. Die Misserfolge sind ja bekannt.
      Der UN-Sicherheitsrat braucht auch mehrere Mondumläufe bis er in die Gänge kommt und am Ende kommt sowieso nichts dabei raus, weil er so demokratisch organisiert ist, dass bestimmte Länder durch ihr Veto die Stimmen von einem dutzend anderer Länder anullieren können. Sollte wieder erwarten doch etwas beschlossen werden, sind die Beschlüsse sehr wage formuliert, um es jedem Recht zu machen, was natürlich letzten Endes dazu führt, dass sie ignoriert werden.

      Iran kann man einbeziehen, aber nur um ihn auszunutzen. Ein richtiger Frieden mit ihm kommt nicht in Frage, da er der Erzfeind der Saudis ist, welche wiederum Verbündete der USA sind.

      Mit Assad direkt wird der Westen nicht kommunizieren, da er ihn bereits abgeschrieben hatte und jetzt nicht zurückrudern kann. Das könnte höchstens über Umwege durch den Iran geschehen.

      Gelinde gesagt sieht die Situation zurzeit ziemlich scheiße aus und ich weiß echt nicht, wie es weitergeht.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hannibal Barkas ()

    • Also ich bin schon der Meinung das da etwas passieren muss. Im Extremfall entsteht da noch ein "Gotteststaat" in Teilen des Iraks und Syriens, wenn ISIS das noch nicht genug ist eventuell noch Jordanien und man sollte auch nicht auschließen das die ISIS mal ein bisschen Party an der türkischen Grenze macht. Ich glaube das der Iran da mal intervenieren sollte und einen unabhängigen Präsidenten unterstützen.
      Ich schreibe morgen weiter muss jetzt erstmal Fernshen gucken. ^^
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    • DerRömer schrieb:

      Also ich bin schon der Meinung das da etwas passieren muss. Im Extremfall entsteht da noch ein "Gotteststaat" in Teilen des Iraks und Syriens, wenn ISIS das noch nicht genug ist eventuell noch Jordanien und man sollte auch nicht auschließen das die ISIS mal ein bisschen Party an der türkischen Grenze macht. Ich glaube das der Iran da mal intervenieren sollte und einen unabhängigen Präsidenten unterstützen.
      Ich schreibe morgen weiter muss jetzt erstmal Fernshen gucken. ^^


      Rate mal, wer 1979 den Sturz des modernen Irans und die Gründung eines Gottesstaates unterstützt hat. USA, GB, FR und DE.

      Diese ganzen religiösen Konflikte interessieren den Westen doch gar nicht. Der wechselt die Seiten so wie es ihm passt. Heute sind es Freiheitskämpfer, morgen Terroristen. Hauptsache sie erledigen die Drecksarbeit für einen.
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    • Hannibal Barkas schrieb:

      ...

      Iran kann man einbeziehen, aber nur um ihn auszunutzen. Ein richtiger Frieden mit ihm kommt nicht in Frage, da er der Erzfeind der Saudis ist, welche wiederum Verbündete der USA sind.

      Mit Assad direkt wird der Westen nicht kommunizieren, da er ihn bereits abgeschrieben hatte und jetzt nicht zurückrudern kann. Das könnte höchstens über Umwege durch den Iran geschehen.

      ...


      Mit dem Iran hat die Obama-Regierung ja mittlerweile eine Entspannungspolitik eingeleitet, siehe Atomanlagenkompromiss (Beschränkung der Urananreicherung gegen Aufhebung von Sanktionen).

      Auch gegen Widerstand aus Israel und Saudi-Arabien. ;)

      Wenn es die Lage erfordert, wie hier die finanzielle und militärische Erschöpfung der USA nach dem 2. Irak-Krieg und dem Afghanistankrieg, kann auch die US-Regierung über ihren Schatten springen.

      So war es auch mit dem republikanischen Präsidenten Nixon und seinem Friedensvertrag mit Nordvietnam in den Siebzigern, die übrigens auch mit einer Annäherung an die Volksrepublik China verbunden war.

      Da sehe ich schon die Möglichkeit für Einsicht in die politische Realität.

      Die Pax Americana ala Bush ist jedenfalls auf ganzer Linie gescheitert.
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    • Na hoffen wir es mal. Ich finde das, was in den islamischen Ländern von diversen Parteien getrieben wird einfach pervers. Afghanistan, Irak, Palästina, Lybien, Ägypten, Syrien, Iran und die Liste scheint kein Ende zu nehmen. Menschenleben sind echt keinen Pfifferling wert. Das wird kein gutes Ende nehmen.
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    • Hannibal Barkas schrieb:

      Na hoffen wir es mal. Ich finde das, was in den islamischen Ländern von diversen Parteien getrieben wird einfach pervers. Afghanistan, Irak, Palästina, Lybien, Ägypten, Syrien, Iran und die Liste scheint kein Ende zu nehmen. Menschenleben sind echt keinen Pfifferling wert. Das wird kein gutes Ende nehmen.


      Nun ja, im Gesamten sind Menschenleben so viel wert wie noch nie! In den Ländern, in denen sie heute auch nocht nichts wert sind, waren sie auch noch nie etwas wert. Allerdings gibt es eine menge Länder in denen die Rettung von Menschenleben die höchste Priorität haben. Eigentlich ein Gegensatz zum Konzept der Marktwirtschaft, sollte doch etwas weniger Wertvoll werden, je mehr es davon gibt.....

      Ich finds dann aber auch wieder interessant, wie man ca 130 Millionen € für 3 absolut pothässliche Bilder ausgeben kann, während in Afrika Menschen verhungern und im Nahen Osten der Terror herrscht......
    • Hab ja nicht gesagt, dass es früher besser war. Es war aber auch nicht schlimmer. Menschen sind meistens nur eine Rettung wert, wenn Krösus auf ihrer Seite ist.

      Opfer lassen sich vielleicht überwiegend bestimmten Ländern zuordnen, Täter allerdings nicht. Die Liste der Greueltaten, die von sogenannten modernen und demokratischen Staaten begangen werden ist schier endlos. Die Welt lässt sich also nicht einfach in wir (erste Welt) und die (dritte Welt) einteilen.

      Der Vergleich mit der Marktwirtschaft hinkt gewaltig, zumal der Wert eines Menschen nicht in Geld gemessen wird, sondern in der Art und Weise, wie man mit diesem Menschen umgeht. Menschen sind keine Produkte für die es Angebot und Nachfrage gibt (mal von Sklaven- und Menschenhandel abgesehen).
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