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Schluss mit lustig, jetzt geht's um Politik!

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    • Holle schrieb:

      Durch das völlig verquere Wahlrecht in den USA würde ich das noch nicht als gegessen betrachten . Die Sache ist einfach extrem eng , und es gibt bestätigte Meldungen von Ungereimtheiten bei der Auszählung der Briefwähler.

      Du bist da sehr emotional engagiert Turba , bist du US Bürger ?
      Nein, um Gottes Willen. Emotional engagiert würde ich da auch net nennen, nur interessiert. Liegt vielleicht daran, dass ich Soldat bin und halt schon gerne wüsste, wer der oberste Befehlshaber unseres stärksten Verbündeten ist. Trump hat zwar gerne einen auf Friedensmacher gemacht, aber wenn er wirklich wirtschaftliche Interessen gefährdet gesehen hätte, bin ich mir zu 90% sicher, dass er die militärische Option genutzt hätte. Nur, dass er das ganze dann weniger geschickt öffentlich dargestellt hätte.
      Dazu bin ich momentan auf nem Englisch Lehrgang wo wir das natürlich auch im Unterricht thematisieren.

      So zurück zu meiner Frage: Glaubst du Trump würde gewaltsam an seiner Präsidentschaft festhalten, selbst wenn alle legalen Wege sich deutlich gegen ihn gestellt haben? Also Neuauszählen hat nix gebracht und Biden sogar nen deutlicheren Vorsprung verschafft, Gerichte sage alles war ok.
      Ich bin halt schon etwas neugierig. Ich glaube ich würde es Trump sogar zutrauen, dass er seine Anhänger dazu aufruft ihn im Weißen Haus zu verteidigen.
      Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.
    • Da ich amerikanische Verwandschaft habe weiß ich in etwa was sich dort drüben gerade abspielt . Die Bevölkerung in den USA ist so gespalten wie zuletzt vermutlich vor Beginn des Bürgerkrieges.
      Die bewaffneten Milizen auf beiden Seiten stellen da bei weitem nicht die Hauptbedrohung da . Tatsächlich kämpfen hier bereits seit Ende der Ära Obama die Finanz und Digitale Industrie gegen den militärisch industrielen Komplex .
      Beide Blöcke versuchen wie in Europa übrigens auch über NGOs und Medienkonzerne das jeweils andere Lager auf seinen Platz zu verweisen, und die Stimmung in der Bevölkerung für sich zu beeinflussen.

      Eine bewaffnete Auseinandersetzung kann man denke ich inzwischen nicht mehr ganz ausschließen , zumal die USA seit Monaten durch Unruhen in verschiedenen Städten heimgesucht werden.
      Vor der Wahl waren Waffen und Munition in vielen Geschäften ausverkauft , und obwohl diese Artikel weg gingen wie geschnitten Brot entfernten Handelsketten wie Wallmart sie aus ihrem Sortiment.
      Welche der beiden Seiten am Ende vielleicht zuerst schießt bleibt ab zu warten . Deswegen habe ich ja schon gesagt das ich hoffe die Bevölkerung bleibt irgendwie cool.

      Sollte es allerdings zum Äußersten kommen wird das weltweite Konsequenzen auf den Finanzmärkten haben. Die Sehnen des Finanzsystems sind durch Trumps Handelskrieg und die Corona-Krise zum zerreißen gespannt . Fällt der Dollar kommt es zu einer nie dagewesen Umverteilung an Vermögen .
      Die geopolitischen Auswirkungen sind überhaupt nicht absehbar . Direkt vor unserer Haustür sehe ich die Gefahr eines Krieges zwischen der EU und der Türkei , sowie den Zusammenbruch der Nato wie wir sie heute kennen.
      Ein solches Szenario würde auch den internationalen Handel drastisch stören , so das Versorgungsketten die wir als selbstverständlich betrachten reißen könnten.
      Das wäre das schlimmste aller Szenarien.

      Gehen wir davon aus das alles friedlich bleibt , Biden die Lage in den USA wieder beruhigt und alle zum Alltag zurück kehren , wird sich an der Außenpolitik der USA vorerst nur wenig ändern.
      Nordstream 2 und der Verteidigungshaushalt der Europäer werden weiterhin Zankäpfel bleiben . Das Verhältnis zu Russland wird sich vermutlich weiter abkühlen , während das zu China sich normalisieren könnte.
      Die NGOs werden unter Biden weiter an Einfluss gewinnen , was die Spaltung in der Bevölkerung (nicht nur in den USA) zementieren wird.
      Der Welthandel wird sich unter Biden vermutlich aber erholen .

      Würde Trump an der Macht bleiben , würden sich die bereits bestehenden Unruhen vermutlich weiter ausbreiten. Es würde zu einer Neuauflage der Handelssanktionen kommen um das durch Corona verursachte innländische Protosozialprodukt mit irgendwas erneut anzuschieben und die verloren gegangenen Arbeitsplätze im unteren Lohnsegment zurück zu erobern.
      Alles in allem hat jeder Ausgang einen Haken für uns Zaungäste , weswegen ich mich auf gar nix in diesem Zusammenhang wirklich freuen kann.
    • Da gibt es mehrere Gründe .

      Erdogan selbst hat sein Land mit seiner expansionistischen Politik als europäisches Partnerland selbst disqualifiziert .
      Seine Ansprüche in der Zypernfrage und auf die Erdgasvorkommen in griechischen Gewässern sind dabei genauso ausschlaggebend wie seine kontraproduktiven Vorstöße im Syrienkrieg , die ewige Kurdenfrage und der neue Stellvertreterkrieg mit Armenien , sowie Provokationen der türkischen Marine und Politik mit Frankreich.

      Wirtschaftlich gerät er immer weiter unter Druck da die Türkei immer neue Schulden aufnehmen muss um die Politik der AKP finanzieren zu können . Gleichzeitig geht aber das Handelsvolumen und die Einnahmen durch den Tourismus stetig weiter zurück. Subventionen werden immer geringer da sich Erdogan als Partner immer unattraktiver macht .

      Die innenpolitische Lage in der Türkei könnte ebenfalls ein Pulverfass sein . So haben wir da zum einen eine kaltgestallte Opposition die von Kemalisten über Sozialisten bis hin zu den Kurden reicht . Diese haben derzeit offiziell nichts zu bestellen , sind aber deswegen noch lange nicht aus der Welt . Wenn die AKP zu wanken beginnt , könnten diese Lager schnell Morgenluft wittern.
      Zum wanken könnte sie bereits die Flüchtlingsfrage bringen . Die Türkei hat über 3 Millionen Syrer bei sich aufgenommen . Diese überschwemmten den Niedriglohnsektor und den kleinen Einzelhandel , steigerten die Kriminalität im grenznahen Gebiet und den Metropolen Ankara und Istanbul .

      Bereits zu Obama-Zeiten wurde die Türkei von den USA als Nato-Partner zur Disziplin gemahnt , auch Trump hob immer wieder mahnend den Finger in Richtung Ankara .
      Wäre die USA ausschließlich mit sich selbst beschäftigt wäre es leicht denkbar das Erdogan die Situation nutzen und schnell Tatsachen schaffen wollen könnte. Die EU hätte dann die Wahl die Griechen im Stich zu lassen und weite Teile ihres Mittelmeergebietes und dazu gehörige Bodenschätze aufzugeben , oder die Zähne zu zeigen.
    • Ich denke nicht, dass Erdogan so weit gehen würde, da die EU in diesem Punkt meiner Meinung nach Stärke zeigen MUSS, sonst kann man sie auch gleich auflösen. Griechenland fallen zu lassen darf keine Option sein, schon alleine nachdem mal so viel in Griechenland investiert hat. Das kann man niemandem vermitteln. Und auch wenn Erdogan gerne droht und den Großen markiert so weis er doch, dass er zu sehr auf die EU angewiesen ist. Selbst wenn er mit Russland die besten Wirtschaftsbeziehungen der Welt aufbaut gleicht das nicht den Verlust der EU aus. Alleine der Tourismusmark in der Türkei ist schon riesig und der läuft nur mit Touristen aus Europa. Bevor man da Russen oder Chinesen dazu gebracht hat in die Türkei zu verreisen ist diese Branche am Boden.
      Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.
    • Wenn er nicht den Weg frei machen würde , wäre er ein Diktator und würde sich nicht dahin bewegen . Perse sind Diktatoren aber nicht zwangsläufig schlechte Menschen , sie sind halt einfach nur keine Demokraten . :D

      Du hast aber völlig Recht mit klarer Kante . Diktatoren mit expansionistischen Neigungen entgegen zu kommen hat sich im Lauf der Geschichte glaube ich nicht ein einziges Mal als kluge Entscheidung heraus gestellt.
    • Was sagt ihr denn eigentlich zum Deal in Bergkarabach? Für mich sieht das irgendwie recht fadenscheinig danach aus, als wollte sich Putin unbedingt dort als Friedensmacht einbringen. Darüber sind nichtmal die Armenier wirklich glücklich.
      Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.
    • Neu



      Jo, wir haben ein Naziproblem in der Gamerkultur! Ist doch ganz klar :D:D:D

      Ich bin ja nur froh, dass sie nicht drauf gekommen sind, dass die Total War Serie übersetzt Totaler Krieg bedeutet und somit ja jeder Spieler dieser Serie den Totalen Krieg will :thumbsup:
      Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.