Werbung

Barbarians

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hi,
      ich bin etwas spät damit dieses Thema zu eröffnen, aber habt ihr schon Barbarians gesehen?
      Ich hab bisher nur den Trailer gesehen, aber Netflix scheint sich da echt ins Zeug gelegt zu haben. Klar ist da die ein oder andere Dramatisierung drin, aber generell finde ich es einfach nur geil, dass sie endlich mal dieses Thema bringen:



      Ich muss mich im Zuge der ganzen Sache auch irgendwie über Hollywood wundern. Ich wüsste nicht, warum man daraus keinen Blockbuster machen sollte, oder kennt ihr Filme mit diesem Thema aus den letzten Jahren? Mir ist keiner bekannt.
      Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.
    • Heute kam zur Serie ein Infovideo zu Arminius von Kings & Generals raus. Für diejenigen, die noch nicht so mit der Materie vertraut sind:



      Ich werde mir wahrscheinlich dieses Wochenende Barbarians gönnen. ^^
      "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren, wie aus einer Quelle, Zufriedenheit in sein Leben."

      - Plutarch
    • Eine 6teilige Serie und ich habe sie schon gesehen.

      Das Positive waren die Schauspieler und das wirklich schöne Setting .

      Der Darsteller des Varus glich in fast unheimlicher Weise genau dem Bild das ich schon immer von ihm im Kopf hatte .

      Das die Römer Latein sprachen war für mich ein atmosphärisches Zuckerchen und das Leben im Feldlager der Römer war wirklich dezent aber authentisch eingefangen.

      Optisch ganz klar konkurrenzfähig zur ersten Staffel Vikings.

      Die Kritik :

      Sechs Teile waren einfach zu kurz gesprungen . Um die komplexen Charakter besser einzufangen hätte es mindestens 8 Folgen gebraucht , und die Darsteller wären das auch wert gewesen.

      Der Ton war nicht besonders sorgfältig abgemischt , was es stellenweise etwas schwer machte den leise gesprochenen Dialogen zu folgen.

      Die tatsächlichen Reisezeiten zwischen den Stammesgebieten wurde ala Star Wars einfach ignoriert . Man bekam leicht den Eindruck das die Nachbarn gerade mal auf der anderen Straßenseite wohnen . Wegen der Umsetzung dramaturgisch sicher entschuldbar , aber mir stößt es halt ein bissi auf.

      Die Varus-Schlacht selber kam etwas zu kurz und deckte sich nur schwach mit den Rekonstruktionen der Historiker. Zwar gibt es keine 100% zuverlässige Quelle , aber dort hätte ich erheblich mehr erwartet .


      Fazit :
      Ich hoffe das Barbaren den gewünschten Erfolg einspielt und Netflix mehr solcher Produktionen wagt . Mir schweben da Widukind , Thomas Müntzer , Karl Martell usw. vor. Das sie es können haben sie bewiesen.
    • So, hab Barbarians endlich fertiggeschaut. @Holle

      "Das Positive waren die Schauspieler und das wirklich schöne Setting." => Stimme Dir 1:1 zu!

      "Der Darsteller des Varus glich in fast unheimlicher Weise genau dem Bild, das ich schon immer von ihm im Kopf hatte." => Ich habe mir Varus immer dicklicher und arroganter vorgestellt. :D

      "Dass die Römer Latein sprachen, war für mich ein atmosphärisches Zuckerchen und das Leben im Feldlager der Römer war wirklich dezent, aber authentisch eingefangen." => Ich habe es genossen, dass Lateinisch gesprochen wurde trotz der offensichtlichen Akzente romanischer Sprachen. ^^

      "Optisch ganz klar konkurrenzfähig zur ersten Staffel Vikings." => Ja, da gibt es nichts mehr hinzuzufügen.

      Meine Kritik ergänzend zu der Deinen: Ich hätte eher noch eine 2. Staffel mit Arminius gemacht über noch Germanicus, Idistaviso und seinem Tod, um den Handlungsbogen abzuschliessen. Der Ton ist oft bei neueren Produktionen relativ leise, besonders in englischen Originaltonfassungen nuscheln und flüstern die Hauptdarsteller sehr oft der Authentizität wegen... Die Reisezeiten waren in der Tat lächerlich kurz, aber nicht besser umsetzbar für eine Miniserie. Die Schlacht im Teutoburger Wald hätte man auch wenigstens in 2 Episoden statt einer zeigen können, da bin ich derselben Meinung. Zuletzt noch eine weitere Kritik: Thusneldas kleinen Bruder mit seiner Lähmung und "mystischen Anfällen", nachdem ein Zenturio ihn schwer verwundet hatte, fand ich sehr traurig anzusehen, wie man einen solch jungen Knaben leiden liess in der Geschichte. Hut ab an den jungen Schauspieler, aber trotzdem fand ich diesen Teil der Handlung krass und diese Mystikerfrau ein wenig übertrieben. Wäre Thusneldas kleiner Bruder gestorben, dann hätte sie vielleicht noch einen stärkeren Rachedurst als so, wer weiss. Alles in allem aber eine empfehlenswerte Serie. :)
      "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren, wie aus einer Quelle, Zufriedenheit in sein Leben."

      - Plutarch
    • Die Reisezeiten waren doch immer schon ein Problem bei "historischen" Filmen. Ich erinnere mich ja an Gladiator wo Russel Crowe in Germanien nach seiner Flucht wegreitet und kurz darauf in SPANIEN ankommt mit der noch immer blutenden Wunde von seiner Flucht. Leicht unrealistisch. :D
      Aussagen die ich als Mod tätige sind in kursiv gehalten.


      NUTS!
      -Anthony McAuliffe
    • Wolran schrieb:

      Die Reisezeiten waren doch immer schon ein Problem bei "historischen" Filmen. Ich erinnere mich ja an Gladiator wo Russel Crowe in Germanien nach seiner Flucht wegreitet und kurz darauf in SPANIEN ankommt mit der noch immer blutenden Wunde von seiner Flucht. Leicht unrealistisch. :D
      Omg jaaaa! :D Aber zum Glück gab es in historischen Filmen nicht so krasse Fälle wie in Science Fiction / Space Operas wie z.B. in Star Wars, wo man mit Überlichtgeschwindigkeit innert weniger Minuten einen neuen Planeten erreicht hat. In der animierten Clone Wars Serie gab es hingegen Dialoge von „Wir müssten mehrere Wochen im Hyperraum reisen, um Planet XY zu erreichen“.

      Im Film Troja war ja der Zeitsprung noch realistisch, da man nur wenige Tage mit einem antiken Schiff von der Pelopennes bis nach Ilion gebraucht hat. Oder im Film Artus in Britannien, als die Sarmater vom Hadrianswall Richtung Südengland geritten sind.
      "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren, wie aus einer Quelle, Zufriedenheit in sein Leben."

      - Plutarch
    • Also hier kommt meine Kritik:

      Aus Historikersicht ist das ganze zu 90% sehr gut, vor allem, dass man sich an kleinere Details gehalten hat, gefällt mir sehr gut. Die Negativpunkte kann man an einer Hand abzählen und sind zum einen schon fast etwas kleinlich, zum anderen kann ich die Vorgehensweise verstehen, die dahinter stand. Wie etwa, dass Varus in der Serie der Adoptivvater von Arminius ist, was so sicherlich nicht der Fall war (dann hätte auch der volle Name anders lauten müssen). Das sind auch schon meine beiden größten Kritikpunkte aus Historikersicht und man kann zumindest die Adoptivvaterschaft damit erklären, dass man es einfach glaubhafter machen wollte, das Varus Arminius mehr vertraut, als Segestes. Ist ein Punkt, der einfach der Zeit und dem Budget geschuldet ist.
      Generell war hier denke ich mal das Budget der größte Feind der Serie. Man hätte sehr viel mehr aus allem herausholen können (z. B. ein wirkliches Kastell ans Set stellen), wenn mehr Geld da gewesen wäre. Auch die für mich etwas langatmige Geschichte mit Tusnelda, Folkwin und Ariminus hätte bei besserem Budget wohl deutlich anders ausgesehen. Für mich kommt das ganze so vor: man wollte halt mindestens 6 Folgen haben und musste für 3 Folgen sich etwas aus den Rippen schneiden, da das Budget etwas aufwändigeres nicht ermöglicht hat.
      Insgesamt hat mich das ganze eher dramaturgisch nicht so ganz überzeugt, die Story war eher etwas für Nicole. Ich gebe der ganzen Serie aber schon alleine für die große Mühe bei der historischen Authentizität eine gute Bewertung, da sowas unbedingt gefördert werden sollte. Kritiken wie man sie bei Wikipedia lesen kann, kann ich in der Hinsicht wirklich nicht verstehen, denn wenn man eine Ungenauigkeit in der Serie hat, so ist sie wenigstens erklärbar. Der Rest ist für mich künstlerischer Freiraum, den man den Drehbuchautoren zugestehen muss und widerspricht nicht unbedingt den historischen Fakten.
      Bewertung also 8 von 10
      Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.
    • Den künstlerischen Freiraum mit der Adoptivvaterschaft des Varus kann ich durchaus nachvollziehen und für die Dramaturgie der Serie akzeptieren. Die Liebesgeschichten zwischen Folkwin, Thusnelda und Arminius sind ebenfalls der „gewöhnlichen“ Zuschauerschaft geschuldet, die nicht wie wir eingefleischte Historiker sind, die grösstenteils auch trockene Tatsachen mögen.

      Zuletzt hätte ich noch die Schlussszene mit einem alten Octavian gewünscht und seinen berühmten Satz zu Varus' Kopf sagt ;)
      "Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nie von äußeren Dingen, sondern der Mensch bringt aus seinem Inneren, wie aus einer Quelle, Zufriedenheit in sein Leben."

      - Plutarch
    • Holle schrieb:

      Ja die Sache mit Varus seinem Kopf ist irgendwie komplett vergeigt worden oder ?
      Ich meine man sieht jemanden mit dem Schädel davon reiten , aber das war es dann schon . Wer den Stoff nicht kennt konnte damit sicherlich null anfangen.
      Nun, ich denke die meisten die sowas schauen, wissen das schon, aber was viel wichtiger ist:

      twitter.com/NetflixDE/status/1326141108070608896

      ES WIRD NE ZWEITE STAFFEL GEBEN!!!!!
      Des Weiteren bin ich der Meinung, dass der Rome 2 Mehrspieler nochmal gebalanced werden sollte.